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Naturland besorgt über Förderpolitik

Bio-Anbau in Mecklenburg-Vorpommern braucht attraktiveren Rahmen

Der Öko-Landbau in Mecklenburg-Vorpommern darf nicht durch eine unentschlossene Förderpolitik zurück in die Nische gedrängt werden. „Mecklenburg-Vorpommern liegt bei der Öko-Förderung schon heute weit hinter anderen Bundesländern zurück. Wenn die Landesregierung die Erhöhung der Fördersätze um ein Jahr verschiebt, wird das den Öko-Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern weiter ausbremsen“, warnt der Naturland Landesvorsitzende Joachim Gawlik.

Die Entwicklung der Förderpolitik im Land sowie die generellen Rahmenbedingungen für den Bio-Landbau waren die wichtigsten Themen auf der Mitgliederversammlung der Naturland Bauern in Mecklenburg-Vorpommern in Verchen. Dabei wurde Joachim Gawlik für weitere drei Jahre als Landesvorsitzender bestätigt. Er vertritt die Naturland Bauern im Nordosten auch in der Delegiertenversammlung des Verbandes. Als weitere Mitglieder des Landesvorstands wurden Heinrich Tiemann und Karsten Dudziak bestätigt. Mit Kornelia Großmann und Regine Solf wurden zudem erstmals auch zwei Frauen in den Landesvorstand gewählt.

In der Debatte bestand Einigkeit darüber, dass die Rahmenbedingungen für die Erzeugung biologischer Lebensmittel attraktiver gestaltet werden müssen. Es müsse verhindert werden, dass immer mehr gute Böden im Land aus der ökologischen Produktion herausfallen, weil sich der konventionelle Anbau hier für die Bauern besser rechnet.

„Öko-Landbau muss auch in Mecklenburg-Vorpommern mehr sein als extensive Grünlandbewirtschaftung“, sagte Gawlik. Notwendig seien deshalb intelligente Agrarumweltmaßnahmen, die den Rahmen schaffen für eine stärker marktorientierte ökologische Landwirtschaft. Ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung sei das Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) des Landes.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 28 Naturland Betriebe. Insgesamt werden rund 9,4 Prozent der Agrarfläche des Bundeslandes ökologisch bewirtschaftet.

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