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Gentechnik

Naturland fordert nationales Gentech-Verbot

Bio-Verband bietet Agrarminister Schmidt Unterstützung an

Der Öko-Verband Naturland begrüßt die schnelle Regelung der Ministernachfolge im Bundeslandwirtschaftsministerium. „Der überraschende Rücktritt von Hans-Peter Friedrich darf nicht dazu führen, dass wichtige Entscheidungen aufgeschoben werden. Darum ist es gut, dass mit Christian Schmidt so schnell ein Nachfolger für das Amt des Bundeslandwirtschaftsministers gefunden wurde“, sagte Naturland Präsidiumsvorsitzender Hans Hohenester in Gräfelfing.

Zugleich forderte Hohenester den CSU-Agrarminister auf, das noch von seinem Amtsvorgänger Friedrich angekündigte nationale Anbauverbot für den Gentech-Mais 1507 möglichst rasch in die Tat umzusetzen. Dabei gehe es nicht nur um die Zukunft des Bio-Landbaus in Deutschland. „Es geht auch um die Zukunft der konventionell wirtschaftenden Bauern in Deutschland, für die Gentechnik-Freiheit ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal im Export darstellt“, unterstrich Hohenester.

Zudem lehne die große Mehrheit der Bevölkerung die Agro-Gentechnik klar ab. „Dass Deutschland mit seiner Enthaltung in Brüssel dennoch praktisch für eine Zulassung des Gentech-Mais´ gestimmt hat, ist ein Skandal, für den Bundeskanzlerin Angela Merkel die Verantwortung trägt. Dieser Mais ist ein Merkel-Mais“, sagte der Naturland Präsidiumsvorsitzende.

Es sei deshalb nun an den Koalitionspartnern CSU und SPD, diesen Fehler durch ein nationales Anbauverbot wenigstens nachträglich so weit als möglich zu korrigieren. Unabhängig von dieser drängenden aktuellen Frage bot der Naturland Präsidiumsvorsitzende dem künftigen Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt die Unterstützung des Bio-Verbandes an.

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