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Ernährungspreis an Gentechnik-Forscher

Grüne und Welthungerhilfe kritisieren die Entscheidung

Der Welternährungspreis wird an drei Wissenschaftler verliehen für Forschung auf dem Gebiet der Gentechnik. Harald Ebner, Sprecher der Grünen im Bundestag für Agrogentechnik, kritisiert die Entscheidung der Jury.

„Es stellt sich die Frage, ob die Jury des Welternährungspreises auf die Lieblings-Mär der Gentechnik-Lobby hereingefallen ist, Gentechnik sei die Lösung für das Welternährungsproblem“, erklärte Ebner. Schließlich sei hinlänglich bekannt sein, dass Agrogentechnik keine höheren Erträge bringt, sondern Kleinbauerinnen und Kleinbauern abhängig mache von teurem patentierten Saatgut und Pestiziden der Konzerne, was zu mehr statt weniger Armut und Hunger führe, wie Ebner erklärte. 

Auch die Deutsche Welthungerhilfe sieht in Gentechnik keine Lösung. Expertinnen und Experten des Weltagrarberichtes, des TAB-Berichts des Deutschen Bundestages sowie der UN-Organisationen FAO und UNCTAD setzen bei der Hungerbekämpfung in Entwicklungsländern auf ökologische Anbaumethoden, die laut Studien enorme Ertragssteigerungen von 80 bis 100 Prozent bei der kleinbäuerlichen Landwirtschaft ermöglichen.

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