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Glyphosat-Funde im Menschen alarmierend

Ökolandbau als Alternative ohne Glyphosat und Co.

Berlin, 13.06.2013. Heute wurden die Ergebnisse einer neuen Studie über die Belastung mit dem Totalherbizid Glyphosat im Körper von Europäern veröffentlicht. „Wieder einmal wird deutlich, dass der Einsatz von chemisch-synthetischen – also naturfremden – Stoffen im offenen System der Natur seine Spuren hinterlässt; im menschlichen Körper ebenso wie in Ökosystemen“, kommentiert der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, die Funde des Spritzmittels im menschlichen Urin.“ Er verweist in diesem Zusammenhang auf die unverändert bedenkliche Belastung von Fließgewässern mit Pestiziden.

„Das Beispiel Glyphosat verdeutlicht, dass man derzeit über die Auswirkung von Spuren solcher Wirkstoffe – sowohl für die menschliche Gesundheit als auch für die lebendige Umwelt – keine definitiven Aussagen treffen kann.“ Das zeigten die alarmierenden Ergebnisse französischer und lateinamerikanischer Studien über das vielfach eingesetzte Herbizid Glyphosat und seine Abbauprodukte. Erst recht gelte diese Unsicherheit für die Kombinationswirkung verschiedener Stoffe, die nahezu überhaupt nicht untersucht würde.

„Es ist im Sinn einer Risikovorsorge sinnvoll den Ökologischen Landbau, bei dem der Einsatz von Stoffen wie Glyphosat und Co. verboten ist, auszudehnen und weiter zu entwickeln. Ökolandbau zeigt, dass die nachhaltige und für Mensch und Umwelt gesunde Nahrungserzeugung eine gangbare Alternative ist.“ Der Ökolandbau braucht keine Herbizide wie Glyphosat, weil er zur Unkrautbekämpfung auf eine vielfältige Fruchtfolge und mechanische Verfahren setzt.

Löwenstein erinnert daran, dass der BÖLW seit Jahren die Einführung einer Pestizidabgabe fordert, damit die Kosten des Einsatzes problematischer Stoffe nicht mehr der Allgemeinheit sondern deren Anwendern zugeordnet werden. „Die Pestizidabgabe wäre eine Maßnahme, um mehr Chancengleichheit für Öko-Bauern herzustellen und damit mehr Landwirte ermutigen, den Schritt der Umstellung zu gehen“, so Löwenstein.

Mehr über die gemeinsame Studie vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und ÖKO-TEST lesen Sie hier

http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/glyphosat-im-urin-von-grossstaedtern 

- und bei ÖKO-TEST

http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=11799&gartnr=90&bernr=04.

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