Gentechnik
Ohne Gentechnik wird Standard
Qualitätszeichen Baden-Württemberg Vorreiter bei Regionalvermarktung
„Fast 90 Prozent der Bürger im Land wollen keine Lebensmittel kaufen, die gentechnisch verändert sind oder gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten. Aus diesem Grund wird der Standard Ohne-Gentechnik zum verpflichtenden Bestandteil des Qualitätszeichens Baden-Württemberg (QZBW). Das Qualitätsprogramm wird damit das erste deutsche Länderprogramm für die Vermarktung regionaler Lebensmittel sein, das die Einhaltung des Ohne Gentechnik-Standards bis spätestens 1. Januar 2015 obligatorisch vorschreibt“, sagte der Amtschef des baden-württembergischen Agrarinisteriums, Wolfgang Reimer, in Stuttgart-Hohenheim.
Mit der Veranstaltung Qualitätszeichen Baden-Württemberg: Lebensmittel ohne Gentechnik in der Katholischen Akademie Hohenheim wurde den Nutzern des Qualitätszeichens Baden-Württemberg ein Überblick über die Rahmenbedingungen zur Einführung und Anwendung des Standards“ gegeben.„Wir wollen insbesondere die Herausforderungen darstellen, um im Austausch des Ministeriums als Zeichenträger des Qualitätszeichens Baden-Württemberg mit Lizenznehmern, Zeichennutzern und Erzeugern die erforderlichen Maßnahmen zu beschreiben, die für eine erfolgreiche Einführung dieses Standards umzusetzen sind“, führte Ministerialdirektor Reimer aus.
Dies betreffe sowohl Maßnahmen in der Produktion als auch auf der Verarbeitungsstufe sowie bei der Vermarktung. „Wir fangen aber nicht bei null an. Auch heute schon werden von verschiedenen Zeichennutzern Produkte vermarktet, die den Ohne Gentechnik sind“, furh Reimer fort. Somit könne selbstverständlich auf die Erfahrungen dieser Zeichennutzer und Lizenznehmer zurückgegriffen werden.
So erfüllten knapp 40 Prozent aller Schweinehalter, die am Programm Qualitätszeichen Baden-Württemberg teilnähmen, bereits heute diese Anforderungen. „Mit einer Einführung des Ohne-Gentechnik-Standards beim QZBW können wir den Verbraucheranforderungen an regionale Produkte noch besser entsprechen“, stellte der Ministerialdirektor abschließend fest.







