Start / Ausgaben / BioPress 73 - November 2012 / Bioland setzt auf Mehrwert

Bioland setzt auf Mehrwert

Vom Mehrwert zum Mehrerlös und von dort zu mehr Biolandbau: unter diesem Motto eröffnete Dirk Vollertsen, Geschäftsleiter Produkt und Markt den Bioland-Partnerkongress auf dem Bio-Landgut A. Borsig in Groß-Behnitz in Brandenburg. Im Kern gingen die Kongressteilnehmer der Frage nach, wie es gelingen kann, die in Bioland-Produkten verankerten Mehrwerte zu kommunizieren.

„Wir müssen auf jeden einzelnen Wert in der Kette hinweisen  vom Acker bis auf den Teller“, erklärte Bioland-Präsident Jan Plagge. Was Lebensmittelhersteller dafür tun, zeigten vier Bioland-Partner. Volker Krause, Inhaber der Bohlsener Mühle, gründete mit anderen Akteuren das Netzwerk ÖKORegio.

Susanne Horn, Geschäftsführerin der Neumarkter Lammsbräu, setzt seit geraumer Zeit gemeinsam mit den Bauern und der Bioland-Naturschutzberatung Kulturlandpläne auf den Höfen ihrer Zulieferer um.

Manuel Pick von den Ökologischen Molkereien Allgäu (ÖMA) stellte dar, wie mit einfachen Maßnahmen für mehr Vielfalt von Tier und Pflanze auf den Feldern gesorgt werden kann. Der Verein Bestes Bio – fair für alle stellt die Verbindung von Sozialem und Bioland-Qualitäten in den Mittelpunkt. Diese Beispiele zeigen konkret, welche Leistungen in den Bioland-Wertschöpfungsketten erbracht werden.

Bioland hat in den letzten Monaten eine Kampagne mit den Sieben Prinzipien des Biolandbaus entwickelt. Darin wird deutlich, welchen Mehrwert der Kunde zusätzlich erwirbt, wenn er ein Bioland-Produkt kauft: artgerecht gehaltene Tiere, regionale Herkunft, Arbeitsplätze im ländlichen Raum, gesunde Böden, Natur- und Umweltschutz.

Bioland-Marketingleiter Jan Niessen erläuterte, wie sich die Kampagne auf Verpackungsmaterialien und Produkten umsetzen lässt. Die Idee fiel bei den Bioland-Partnern auf fruchtbaren Boden: „Gefällt mir“, sagten viele der Anwesenden.


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