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LEH reduzierte Bio-Sortiment

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(aea) Der Marktanteil der biologischen Erzeugnisse in den großen Einzelhandelsketten Italiens ist stabil, aber die Erträge sinken aufgrund des Preisverfalls. Die Daten des Forschungsinstituts IRI zeigen, dass der biologische Sektor (abgepackte Erzeugnisse) 1,3 Prozent des gesamten Verkaufs von Lebensmittel und Getränken (ausgenommen Frischprodukte) ausmacht. Der Umsatz fiel hingegen um 3,6 Prozent von 331 Millionen Euro 2004 auf 320 Millionen Euro in 2005.

Der biologische Sektor fand vor allem mit Coop und Esselunga im italienischen LEH Einzug. Coop war 1993 der erste Supermarkt, der diese Produkte ins eigene Sortiment aufnahm. Die Esselunga-Supermärkte brachten 1999 die erste Produktlinie unter der eigenen Marke "Esselunga Bio" auf den Markt. Dem Beispiel des von Bernardo Caprotti geführten Konzerns folgten zunächst Coop mit der Marke "Bio-Logici-Coop", das die Dachmarke "Naturali-Biologici" ablöste, danach ergänzten Conad, Carrefour, Pam, Crai, Despar, Rewe, Selex und Auchan das LEH-Bio-Angebot.

In den vergangenen zwei Jahren erfasste die italienische Konsumkrise Lebensmittel allgemein und folglich auch biologische Erzeugnisse. So fing man an, eine Auswahl nach Warenumschlag und Ertragskraft zu treffen, infolgedessen Esselunga von 500 auf 320 Artikel, Conad von 50 auf 35 Artikel und Pam von 42 auf zwölf Artikel reduzierte. Coop blieb hingegen bei 300 biologischen Artikeln und intensivierte die direkten Kommunikationsmaßnahmen in den Verkaufsstellen. Heute stehen die 325 biologischen Erzeugnisse mit Coop-Marke für über 50 Prozent des Gesamtverkaufs im Biosegment, wobei Obst und Gemüse sowie verschiedene Waren (Fleisch, Eier, Milch und Molkereiprodukte, Getreide und Hülsenfrüchte) mit einem Anteil von 35 bis 40 Prozent das Feld anführen. 2005 betrug ihr Umsatz hierbei etwa 80 Millionen Euro. (Agra)

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