Start / Ausgaben / BioPress 71 - Mai 2012 / Neuer Vertriebsweg für Bio-Schorly

Neuer Vertriebsweg für Bio-Schorly

Erfolgreicher Test auf der Internorga in Hamburg

Die Deutschen SiSi-Werke aus Eppelheim bei Heidelberg gehen neue Wege im Vertrieb: Der Getränkehersteller bietet die Bio-Schorly der Kinder-Marke Capri-Sonne im Direktversand über den Großhändler AF4You an. „Primäre Zielgruppe ist der selbstständige Bio-Ladner oder Reformhaus-Betreiber“, sagt Bio-Geschäftsleiter Eike Buschmann.

Auf der Gastro-Messe Internorga in Hamburg hat Capri-Sonne den alternativen Vertrieb über AF4You erfolgreich getestet. Der Handel bestellte auf der Messe immerhin 200 Kartons. Die Resonanz war also vielversprechend. „Der Handel bekommt mit der werthaltigen Marke ein Highlight und das zu exzellenten Konditionen“, erläutert Buschmann das Konzept.

Die Mindestbestellmenge beträgt nur vier Kartons à 15 Beutel. Der Einstandspreis pro Beutel liegt bei 59 Cent. Das macht einen Bestellwert von rund 35 Euro bei einem Zahlungsziel von 30 Tagen. Bei einem VK von 89 bis 99 Cent ergibt das eine attraktive Handelsspanne. Der Karton fungiert gleichzeitig als Display und kann für eine Sonderplatzierung genutzt werden. „Das ist ein attraktives Angebot für kleine Ladner“, erklärt Buschmann. Ihnen wird die Arbeit erleichtert. Einen zusätzlichen Lieferanten muss der Kaufmann als kleinen Nachteil verbuchen.

Bei klassischen Streckenlieferanten wie Lekkerland oder Bäko liegen die Preise pro Beutel zwischen 63 und 70 Cent. Die Stoppmenge beträgt 300 Euro. „Das ist für kleine Ladner oft zu hoch“, weiß Buschmann. Der alternative Kanal macht für Kleinflächen somit Sinn.

AF4You ist ein Online-Händler ohne eigenen Fuhrpark. Ausgeliefert wird über die bekannten Paketdienste. Die günstigen Konditionen sind also keine Hexerei. Der Ökoring aus Bayern ist erster und einziger regionaler Bio-Großhändler, der die Bio-Schorly im Sortiment hat. Wenn der Fachhandel die Marke haben will, ist er auf den alternativen Vertriebskanal angewiesen.

Das biologische Multifruchtschorle kam 2011 auf den Markt und ist bisher bei Tegut aus Fulda, sowie den Drogeriemärkten Budni aus Hamburg und Müller aus Ulm gelistet. Ein Plus im Zeichen der Diskussion über Nachhaltigkeit ist der patentierte Beutel, eine Entwicklung der Deutschen SiSi-Werke .

Die Einwegverpackung ist pfandfrei, weil das Umweltbundesamt den Beutel als ökologisch vorteilhaft eingestuft hat. Der Handel hat mit Einweg weniger Aufwand als mit Pfandflaschen. Ökologie und leichte Handhabung treffen hier aufeinander. Kinder, die hauptsächlich mit dem Produkt angesprochen werden, tun sich zudem leicht mit der handlichen Verpackung.

Für Buschmann ist der Standbeutel eine Verpackung mit Zukunft. Der wiederverschließbare Beutel wiegt rund vier Gramm. Der Ressourcen-Verbrauch in der Herstellung ist gering. Im Transport erzeugt der leichte Kunststoff wenig CO2-Ausstoß. Auch die Beseitigung im Restmüll ist eine einfache Angelegenheit.

AG


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