Regionale und biologisch mit Erfolg
Hessische Ernährungsministerin besucht Upländer Bauernmolkerei
In der Vermarktung regionaler Produkte liegt nach Ansicht der hessischen Agrarministerin Lucia Puttrich eine große Chance. Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft könnten hier profitieren. „Immer mehr Verbraucher erkennen die Vorteile, die der Einkauf von Qualitäts-Lebensmitteln aus der Region mit sich bringt. Sie können beim Landwirt vor Ort Produktionswege nachvollziehen und Auskunft über Qualität direkt erfragen. Das ist gerade in Zeiten wichtig, in denen Verbraucher durch Lebensmittelsverunreinigungen verunsichert wurden“, sagte Puttrich bei einem Besuch der Upländer Bauernmolkerei in Usseln (Kreis Waldeck-Frankenberg).
Bei der Upländer Bauernmolkerei, ein Bio-Betrieb, informierte sich Puttrich über Ausrichtung und Struktur. „Das Beispiel der Upländer zeigt, wie Landwirte durch Engagement am harten Milchmarkt bestehen können. In Hessen gehen immer mehr Landwirte den Weg der regionalen Vermarktung und der ökologischen Bewirtschaftung. Der ökologische Landbau ist in Hessen auf einem guten Weg. Die Flächen- und Betriebszahlen steigen weiter“, unterstrich die Ministerin. Die Ökolandbau-Fläche in Hessen betrage rund 77.000 Hektar, was einem landesweiten Flächenanteil von zehn Prozent entspricht. Über 1700 Erzeugerbetriebe sowie viele Verarbeiter und Handelsunternehmen im Land setzen auf Öko. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, lobte Puttrich
Die Upländer Bauernmolkerei wurde 1996 wieder in Betrieb genommen, da Landwirte aus der Region, die ihren Hof nach ökologischen Rahmenrichtlinien bewirtschafteten, eine Verarbeitungsstätte für ihre Milch suchten. Im Jahr 1996 lieferten 18 Landwirte eine Jahresmenge von einer Million Liter Bio-Milch. Im Jahr 2010 belief sich die Bio-Milchmenge bereits auf 33 Millionen Liter pro Jahr aus 138 Erzeugerbetrieben. „Die Upländer Bauernmolkerei ist ein bundesweit anerkanntes Erfolgsmodell für eine erfolgreiche Neugründung und das Bestehen am Markt. 100 Prozent Biomilch, eine eigenständige Preispolitik und die regionale Verbundenheit sprechen für die Upländer Bauernmolkerei“ unterstrich die Ministerin.







