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Karpfensaison mit Bio eröffnet

Landwirtschaftsminister gibt Startschuss auf Naturland-Betrieb

Der Bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner eröffnete auf dem Naturland- Betrieb Rittmayer die bayerische Karpfensaison. In Rittmayers Landgasthaus gab der Minister den Startschuss zum heimischen Fisch-Genuss. Dieses Jahr mit einer Besonderheit: Bei dem ersten bayerischen Karpfen, der diese Saison offiziell frisch aufgetischt wurde, handelte es sich um einen Aischgründer Öko-Karpfen des Karpfenzüchters Georg Rittmayer. „Wir freuen uns, dass Minister Brunner den Genuss eines Naturland Karpfens gewählt hat. Damit setzt der Minister das richtige Signal für die Familie Rittmayer und die ökologische Teichwirtschaft“, so Naturland-Präsidiumsvorsitzender Hans Hohenester.

Der Betrieb im oberfränkischen Willersdorf liegt in einem der traditionsreichsten Teichgebiete Deutschlands, dem Aischgrund. Die Familie Rittmayer widmet sich seit Generationen der Aufzucht von Karpfen und ihrer Zubereitung. Seit diesem Jahr gibt es den Aischgründer Karpfen in Naturland Qualität. Die Fische leben und wachsen in naturnahen Weihern mit einer Gesamtwasserfläche von 8,5 Hektar auf. Produziert wird allein für die eigene Gaststätte. Jeder abgefischte Öko-Karpfen landet somit frisch auf dem Teller.

Doch nicht nur beim Fisch setzen Rittmayers auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Unter anderem gibt es Presssack und Schinken aus eigener Hausschlachtung. Die Mutterkuhhaltung und der Pflanzenbau befinden sich im Moment in der Umstellungsphase und werden bereits nach den Naturland Richtlinien ökologisch bewirtschaftet. Warmwasser und Strom werden aus erneuerbaren Energien erzeugt.

Karpfen bevorzugen stehende oder langsam fließende Gewässer mit Sand- und Schlammgrund und reichem Pflanzenbewuchs. Neben Würmern, Kleinkrebsen und Insektenlarven ernähren sie sich von Unterwasserpflanzen und Plankton. Ziel der ökologischen Karpfenproduktion ist, dass sich die Karpfen zu einem möglichst hohen Anteil von dieser Naturnahrung ernähren. Deshalb ist auch die Besatzdichte besonders niedrig. Flankierend wird durch gezielte Bewirtschaftungsmaßnahmen, wie die exakt dosierte Zugabe von organischen Düngern oder eine Kalkung des Teichbodens die natürliche Eigenproduktion der Teiche optimiert. Bei Zufütterung dürfen ausschließlich Futtermittel aus biologischer Landwirtschaftverwendet werden.


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