Der Bio-Fisch boomt
Zertifikate sind an strenge Kriterien geknüpft
Die Bio-Welle erobert die Fischtheken. Neben Lachs, Forellen und Garnelen gehen auch schon exotische Fischarten wie Tilapia, Pangasius, Roter Trommler oder Edelfische, wie zum Beispiel der Wolfsbarsch, in Bio-Qualität über die Tresen. "Die Trends zu mehr Ernährungsbewusstsein und Wellness, aber auch der Wunsch nach Nachhaltigkeit, Transparenz und Sicherheit haben zu dieser Entwicklung beigetragen", sagt Andreas Kremer, Kommunikationsleiter bei "Deutsche See" aus Bremerhaven.
Deutschlands größter Vermarkter und Produzent von Fisch und Meeresfrüchten zeigt auf der führenden Messe für Fisch und Seafood, der fish international 2008, von Sonntag, 10., bis Dienstag, 12. Februar in der Messe Bremen viele neue Produkte aus dem Bio-Bereich.
Während bei Bio-Fleisch oder -Gemüse die Verbraucher inzwischen schon wissen, was sich hinter der Bezeichnung verbirgt, gibt es bei Bio-Fisch und -Meeresfrüchten noch Aufklärungsbedarf. Auch diese Produkte müssen, bevor sie das begehrte Gütesiegel erhalten, zahlreiche Voraussetzungen erfüllen. "Zentrale Kriterien für die Zertifizierung von Bio-Produkten sind Herkunft, Haltung und Fütterung. Bio-Fisch und -Meeresfrüchte erhalten nur Fischfutter, das aus Fischen hergestellt wurde, die aus besonders verantwortlicher Fischerei stammen", zählt Kremer auf. Das im Futter verwendete Getreide komme darüber hinaus aus ökologischer Landwirtschaft, der Zusatz von Medikamenten, Hormonen, Farbstoffen und Wachstumsregulatoren sei verboten, die Besatzdichte auf 10 Kilogramm Fisch pro Kubikmeter Wasser begrenzt. Außerdem müssen die Tiere mindest zwei Drittel ihrer Lebenszeit in ökologischer Aquakultur verbringen. Hier arbeitet die "Deutsche See", sie ist weltweit größter Anbieter für Bio-Fisch, beispielsweise eng mit Naturland, einem ökologisch ausgerichteten Anbauverband, der sich unter anderem auf ökologische Aquakultur spezialisiert hat, zusammen.

Als Marktführer für Fisch und Meeresfrüchte weist das Unternehmen aus Bremerhaven auch das umfangreichste deutsche MSC-Sortiment aus. Hinter dem Begriff MSC steht ebenfalls ein international anerkanntes Gütesiegel, das der Marine Stewardship Council weltweit für nachhaltige und umweltverträgliche Fischerei vergibt. So dürfen zum Beispiel die Fangmengen nur so groß sein, dass die Bestandserhaltung nicht gefährdet ist. Ist ein Bestand erschöpft, muss die Fischerei so gestaltet werden, dass sie nachweislich zu deren Erholung führt.
Die elfte fish international findet von Sonntag, den 10., bis Dienstag, 12. Februar 2008 in der Messe Bremen für Fachbesucher statt. Veranstalter ist die Messe- und Ausstellungsgesellschaft Hansa GmbH. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage unter www.fishinternational.com







