Alnatura
Sinnmaximierung statt Gewinnmaximierung
Alnatura schafft mit gewaltiger Wachstumsrate von 34 Prozent beinahe eine Viertelmilliarde Umsatz
Alnatura kann auf das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Unternehmensgeschichte zurückblicken: Das Naturkost-Handelsunternehmen aus Bickenbach in Hessen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2006/2007 einen Umsatz von 246 Millionen Euro und damit eine Steigerung von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies gab Geschäftsführer Götz Rehn, auf der Jahres-Pressekonferenz in Frankfurt am Main bekannt. Nach Schätzungen erzielt das Unternehmen ein Drittel des Umsatzes mit den Bio-Supermärkten und zwei Drittel mit der Bio-Marke Alnatura.
Acht neue Bio-Supermärkte hat Alnatura im vergangenen Geschäftsjahr eröffnet, wodurch sich die Zahl der Filialen auf insgesamt 35 erhöht. Das Unternehmen verfügt damit über meisten Filialen unter den der Bio-Supermarkt-Betreibern. Neue Standorte für Alnatura sind Konstanz, Tübingen, Mülheim-Kärlich und Kaiserslautern, in Hamburg kam ein zweiter Markt hinzu, in Frankfurt am Main ist Alnatura jetzt dreimal vertreten. Besonders wichtig ist für Alnatura die Eröffnung der ersten Filiale in Berlin, dort sollen in den nächsten Jahren weitere Märkte folgen. Baden-Württemberg bleibt mit 15 Super Natur Märkten das wichtigste Bundesland für Alnatura, es folgen Hessen mit sieben, Rheinland-Pfalz mit vier und Nordrhein-Westfalen mit drei Filialen. Die nächsten Eröffnungen sind im Januar und Februar 2008 in Koblenz, Bremen und Königstein geplant.
Optimiert wurde die Logistik für die Belieferung der Alnatura Filialen: Im November 2007 beendete Alnatura die langjährige Zusammenarbeit mit dem Bio-Großhändler Dennree, um sich auf ein deutliches Marktwachstum vorzubereiten. Durch die neue Kooperation mit vier regionalen Partnern Naturkost West, Rinklin, Terra Naturkost und Grell Naturkost soll der regionale Großhandel gestärkt werden. So kann die zunehmende Nachfrage von Kunden nach regionalen Produkten erfüllt und der heimische Öko-Landbau gefördert werden. Direkt aus der jeweiligen Stadt bzw. Umgebung werden Brot und Backwaren von örtlichen Bio-Bäckern an die Alnatura Filialen geliefert.
Auch der zweite Geschäftsbereich von Alnatura, der Vertrieb von Bio-Lebensmitteln wurde im abgeschlossenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut. Das Alnatura-Sortiment wurde um 110 neue Artikel auf 780 erweitert. Von Stiftung Warentest und Öko-Test werden mittlerweile Bio-Produkte regelmäßig untersucht: Im Jahr 2007 erhielten zwölf Produkte die Note gut oder sehr gut.
Die Alnatura Dachmarke wird in 2.550 Verkaufststellen angeboten: Hierzu gehören 936 dm-Drogeriemärkte in Deutschland und über 900 dm-Filialen in Österreich, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Weitere Handelspartner sind die tegut, Budni im Raum Hamburg, die Hit-Märke der Handelsgruppe Dohle, Feneberg im Allgäu, Cactus in Luxemburg sowie die Coma-Märkte im Emsland. Neu hinzugekommen ist der Handelspartner Globus mit insgesamt 38 Warenhäusern, in denen das Alnatura Sortiment seit März 2007 erhältlich ist. Die Zusammenarbeit mit den Familia-Märkten von Bünting endet mit Ablauf des Jahres.
Auch im Geschäftsjahr 2006/2007 hat Alnatura wieder viele neue Arbeitsplätze geschaffen: Mit 1.000 Mitarbeitern gehört das Unternehmen zu den größten Arbeitgebern im Bio-Handel. Die Zahl der Lehrlinge hat sich fast verdoppelt: 72 junge Menschen erlernen aktuell ihren Beruf bei Alnatura.
Bereits zum zweiten Mal ist Alnatura Kooperationspartner einer Kunstausstellung im Frankfurter Städel Museum: Dort ist seit 23. November 2007 bis 17. Februar 2008 eine große Ausstellung mit Werken von Lucas Cranach dem Älteren zu sehen. Alnatura begleitet diese Werkschau mit zahlreichen Aktionen in den Alnatura Super Natur Märkten. Dazu Götz Rehn: „Es geht in der modernen Wirtschaft nicht um Gewinnmaximierung, sondern um Sinnmaximierung. Wir wollen für unsere Kunden ein Kunstwerk konkret erlebbar machen und sie anregen, sich mit Cranach zu beschäftigen.“







