Start / Ausgaben / BioPress 41 - November 2004 / Eosta übergibt „Nature & More“ an Stiftung

Eosta übergibt „Nature & More“ an Stiftung

Mehr als 200 geladene Gäste aus 15 Ländern erlebten in Waddinxveen die Überführung der Eosta-Marke Nature & More in eine unabhängige Stiftung. Im Rahmen des 1. Internationalen Bio-Handelskongresses übergab Eosta-Geschäftsführer und Gründer von Nature & More, Volkert Engelsman, das Konzept an Hugo Skoppek (re.), den ehemaligen Projektmanager und Direktor der Stiftung. Dieses Kommunikationssystem ermöglicht die Rückverfolgung von Produkten per Internet. Das System steht damit der gesamten Bio-Branche zur Verfügung. Der auf den Produkten mit einem Etikett angebrachte Code verschafft über die Webseite www.natureandmore.com Informationen über die Erzeuger sowie der Bewertung nach Produkt-, ökologischer- und sozialer Qualität.

„Nature & More wird in Zukunft neben Obst und Gemüse auch auf biologischen Tees, Kräutern, Müsli, Fleisch, Molkereiprodukten usw. zu sehen sein. Mit der Nature & More - Stiftung ist eine Basis geschaffen, um mit anderen Lizenznehmern gemeinsam das System auszubauen und ihm einen noch größeren Bekanntheitsgrad zu verleihen", erklärte der Geschäftsführer.

Als erstes wird die Niederländische Bioladenkette NWO, mit mehr 100 Filialen, Nature & More für ihre hauseigenen Produkte verwenden. Sie will den gesellschaftlichen Mehrwert ihrer Produkte am Markt sichtbar machen. So erlaubt zum Beispiel der Code 250 Zugang zu Amval Farms in Südafrika, dem Gewinner des 1. Nature & More Preises. Das System ermöglicht es dem Erzeuger, den von ihm geschaffenen gesellschaftlichen Mehrwert am Markt in einen Mehrpreis umzusetzen, statt sich einem anonymen Preiskampf auszuliefern.

In Deutschland arbeitet die Firma Lebensbaum seit der „Biofach 2004" eng mit Nature & More zusammen. Lebensbaum schneidet das Konzept auf die Vielfalt seiner Produkte (Gewürze, Kräuter, Tees, etc.) zu. In Großbritannien wird Organic Farm Foods noch in diesem Jahr die ersten Nature & More zertifizierten Produkte auf den Markt bringen. Sekem in Ägypten und Aarstideerne in Dänemark haben ebenfalls ihr Interesse bekundet.


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