Start / Ausgaben / BioPress 49 - November 2006 / Bioland Messeauftritt erfolgreich verlaufen

Bioland Messeauftritt erfolgreich verlaufen

Gemeinschaftsstand Bioland auf dem 2. Bio Handels-Forum

Fast ein Dutzend Bio-Hersteller nutzten die Möglichkeit eines gemeinsamen Auftritts mit dem Bioland-Verband. Bioland, die größte Organisation des ökologischen Landbaus in Deutschland, hat schon häufiger positive Erfahrungen mit einer derartigen Plattform gemacht und auch beim 2. Bio Handels-Forum in Köln Partner aus Herstellung und Handel auf diese Art unterstützt. Während Friedhelm von Mering (Ressortleiter Verarbeitung/Warenzeichen) und seine Kollegen an ihrem Stand das Bioland-Profil vorstellten, konnten die Partner mit dem Lebensmittelhandel Kontakt aufnehmen.


Ein Hindernis beim Aufbau von Handelsbeziehungen zwischen vielen traditionellen Bio-Markenherstellern und dem LEH besteht oft darin, dass beide Parteien zu wenig Bereitschaft zeigen, einander zu verstehen. Die Möglichkeit, dieses zu ändern, wurde auf dem 2. Bio Handels-Forum von beiden Seiten gut angenommen.

Gesamtproduktschau kommt gut an

Die Messebesucher lernten die Hersteller persönlich kennen und hatten reichlich Gelegenheit, deren Produkte zu verkosten. Zum Beispiel präsentierten BioSüdtirol und Bio-Vinschgau knackige Äpfel mit makelloser Optik und Geschmack. Neben Brot, Tee, Knabberartikeln oder Wurst umfasste das Angebot auch hochwertige Ziegenmilch-Produkte sowie vollmundiges Urgetreidebier oder exklusives Barrique-Bier.

Die Lieferanten sind natürlich auch an Marktinformationen interessiert, die in den Vorträgen und Diskussionen des Kongresses geliefert wurden. Verkaufsleiter Gerhard Eberhöfer von Bio Vinschgau erwartet Infos über kurz- und mittelfristige Trends in der Bio-Distribution. Der Verkaufsleiter will wissen, welchen Markt-Einflüssen Bio Vinschgau ausgesetzt ist: „Ich wünsche mir mehr internationale Referenten, die Beispiele geben und Erfolgszahlen vorlegen".

Verbandstandards sind im LEH gefragt

Die Firmen äußerten unisono, dass der Gemeinschaftsstand eine große Arbeitserleichterung bedeutete. So lobte Mayka Geschäftsführer Norbert Michel, dass „alles aus einer Hand" war. Der Hersteller von Knabberartikeln steht dem Handel offen gegenüber. Seine Maxime lautet: „Wo der Kunde ist, muss auch Mayka sein."


Thomas Dosch gratuliert auf dem Bio Handelsforum nachträglich Geschaftsführer Norbert Michel zum Bundeehrenpreis beim DLG-Qualitätswettbewerb 2006 für Feine Backwaren.
Ebenso wie Michel meinten auch die Anderen, dass ein Gemeinschaftsstand das Zugehörigkeitsgefühl zum Anbauverband stärke. Gerhard Kempf vom Martinshof sagte: „Bioland als starke Organisation gab uns den letzten Kick zur Teilnahme."

Urban Winkler, Klosterbrauerei-Weissenohe, möchte mit seinen Premiumbieren dem genussorientierten Biokunden entgegen kommen, der zugleich auf Nachhaltigkeit und Wertschätzung achtet. Der Brauer betont ebenfalls: „Verbandsrichtlinien sind in unserer Situation wichtig."

Karl-Heinz Hierl zeigte sich positiv überrascht von dem regen Interesse des LEH. Noch ist er mit seinen frischen Teigwaren dort nicht vertreten, aber: „Man muss als Bio-Hersteller zwei Augen haben." Michael Krieger von der Familienbrauerei Riedenburger hat das Angebot von Bioland als ‚starker Marke’ gleichfalls gern angenommen. Der überzeugte Bio-Brauer sagt zum Messeauftritt: „Wir sind da und liefern Infos. Wenn die Zeit reif ist, weiß der Handel, er kann mit uns reden."

Die Aussteller hätten sich gewünscht, dass im Kongress-Saal für die getrommelt wird, merkte Organisator Friedhelm von Mering an. Er registrierte eine etwas geringere Kontaktfrequenz als erhofft. Dafür war die Kontaktqualität gut. „Gefreut hat uns, dass am Dienstag eine Rewe-Delegation gekommen ist, die auch mit kleineren Herstellern etwas anfangen konnte". Angenehm überrascht hat ihn, dass Einkäufer des LEH nach unterschiedlichen Bio-Qualitätsstandards gefragt haben.

Bettina Pabel


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