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Bio wächst weiter

Mehr Zuspruch auf dem Acker, mehr Kunden an den Ladenkassen, mehr Aussteller auf der Biofach Messe

Berlin, 20.02.2017. Mit 50.000 Besuchern aus 134 Ländern zog es mehr Fachbesucher als je zuvor nach Nürnberg auf die Biofach, der Weltleitmesse für Bio-Produkte. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist nationaler, ideeller Träger der Messe.

Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bio-Spitzenverbandes BÖLW zieht Bilanz: „2016 haben mehr Bauern als je zuvor auf Bio umgestellt. Engagierte Öko-Verarbeiter und -Händler sorgten dafür, dass mehr Kunden mehr heimische Bio-Lebensmitteln und -Getränken in den Regalen finden.* Die Präsentation Deutschlands auf der Weltleitmesse BIOFACH, das 2017 erstmals ‚Land des Jahres‘ war, verschaffte dem Öko-Sektor zusätzlichen Rückenwind. Unsere Bio-Bauern, -Verarbeiter und -Händler sowie Forschungseinrichtungen, Bundesländer und Behörden präsentierten den Fachbesuchern aus aller Welt die herausragenden Nachhaltigkeitsleistungen der deutschen Bio-Branche.

Neue Unterstützung für Bio verkündete das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf der Biofach. Bundesminister Christian Schmidt stellte die Zukunftsstrategie Ökolandbau* vor, die sein Haus zusammen mit Forschern, Verwaltung und Praxis erarbeitet hat. Mit der Strategie will die Bundesregierung ihr Nachhaltigkeitsziel ‚20 Prozent Ökolandbau‘ erreichen. Wenn die ZöL jetzt engagiert umgesetzt wird, ergänzt sie die guten Initiativen etlicher Bundesländer für mehr heimisches Bio.

Bei der Biofach 2017 wurde deutlich, dass die andauernde Neufassung der EU-Öko-Verordnung ein Bremsklotz für Bio ist. Wir begrüßen daher die Ankündigung von Bundesminister Schmidt, die Verhandlungen im Sommer abzubrechen, falls es nicht gelingt, sich auf eine echte Verbesserung des Bio-Rechts zu einigen. Der Schritt eröffnet die Chance, wesentliche Verhandlungsergebnisse in das bestehende Bio-Recht zu integrieren und so zu sichern. Die Bundesländer hatten sich zuletzt einmütig für eine sofortige Beendigung der festgefahrenen Beratungen eingesetzt.“

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