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Biofach 2016: Spiegel der steigenden Bio-Nachfrage

Vegane Produkte und Superfoods liegen weiter im Trend

2.575 Aussteller präsentierten sich und ihre neuesten Produkte im Februar bei der Biofach, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, und Vivaness, der Internationalen Fachmesse für Naturkosmetik, in Nürnberg.

Der internationale Anteil über beide Messen lag bei 69 Prozent. Nicht zuletzt sorgte die Jahresbilanz der Branche für erfreuliche Nachrichten: 2015 stiegen die Ausgaben für Bio-Lebensmittel in deutschen Haushalten um etwa elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) betrug der Umsatz über acht Milliarden Euro.

Der Naturkosmetikmarkt konnte sich über ein Plus von zehn Prozent und einen Umsatz von über einer Milliarde Euro freuen, so eine gemeinsame Erhebung von naturkosmetik konzepte, GfK, IRI, IMS Health und BioVista.

Auch international erfreut sich Bio großer Nachfrage: Das Marktforschungsunternehmen Organic Monitor beziffert den globalen Markt für Bio-Produkte 2014 auf 60 Milliarden Euro.

Mühlen-Produkte und Brotwaren

BioKorn aus Aalen ist europaweit einer der größten Anbieter für Bio-Produkte im Bereich Mehl und Cerealien. Im Trend liegen aktuell Mehle aus der Steinmühle: Einkornmehl, Maismehl, Emmermehl und Buchweizenmehl. BioKorn ist eine Kooperation der drei Mühlenbetriebe Frießinger Mühle, Heimatsmühle und der SchapfenMühle.

Ein wichtiger Schwerpunkt von Kröner-Stärke-Bio ist die Entwicklung und Herstellung glutenfreier Produkte auf Basis der hauseigenen Weizenstärke Bio Sanostar Plus. Neben dem Rohstoff wurde den Besuchern auch ein Fertigprodukt in Form einer glutenfreien Kuchen-Basis-Mischung präsentiert. Insgesamt konnte das Unternehmen interessante Kontakte mit Vertretern aus den Bereichen Handel, Industrie und Handwerk knüpfen.

Seit Januar finden Verbraucher das ‚Bio Amaranth + Quinoa-Brot‘ der Großbäckerei Mestemacher im Brotregal. Es besteht aus Roggenvollkorn und hat einen fein-nussigen Geschmack. Das ‚Bio Goldleinsamen + Chiabrot‘ aus Roggenvollkorn ist ballaststoffreich und enthält 1,5 Gramm Omega-3-Fettsäuren auf 100 Gramm. Neu ist auch das ‚Bio Haferbrot‘ aus Hafer und Roggen.

Fleisch und Fisch

Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) präsentierte ihre traditionell hergestellten Bio-Wurstspezialitäten und Bio-Fleisch vom Schwein, Rind, Kalb und Lamm. Das Fleisch kommt tagesfrisch mit eigener Auslieferung zum Kunden.

Die kff - kurhessische fleischwaren GmbH stellte eine ganze Reihe von Neuprodukten aus dem Bio-Fleisch, -Wurst und -Schinkenbereich vor. Darunter Innovationen der SB-Marke puraNatura, verschiedene Bio-Rindfleischprodukte sowie eine Vielzahl an Bio-Convenience-Gerichten.

Erstmals stellte sie Bio-Brühwürste vor, die nach traditioneller Art der Warmfleischtechnologie hergestellt werden, welche nur noch wenige Metzgereien in Deutschland beherrschen. Die kff plant in nächster Zeit den Aufbau eines umfangreichen Brüh-, Koch- und Rohwurst-Sortiments aus Warmfleisch.

Neu bei Wechsler Feinfisch gibt es BioMare Biogarnelen natur. Die Garnelen werden in naturnahen Teichanlagen in Ecuador unter Einhaltung der strengen Naturland-Richtlinien gezüchtet. Der Großteil ihrer Nahrung besteht aus Algen und Plankton. Maximal 15 Garnelen leben auf einem Quadratmeter. Geräuchert werden sie im traditionellen Altonaer Ofen mit Buchenholzrauch.

Getränke

Die für ihre edlen Liköre und Spirituosen bekannte Destillerie Dwersteg stellte den neuen Rosenblüten-Liqueur Damascena vor. Er vereint den intensiven Geschmack des Rosenöls mit einem Hauch exotischer Gewürze. Nach wie vor stark gefragt ist der MoGin - Organic London Dry Gin, ein kräftiger Wacholder mit einer leichten floralen Note von Orangen- und Lavendelblüten.

Haus Rabenhorst stellte seine sechs neuen Smoothies der Marke Rabenhorst vor. Der ‚Detox Smoothie‘ enthält Heidelbeeren und Aronia, der ‚Refresh Smoothie‘ Ananas und Ingwer, der ‚Energy Smoothie‘ Orange und Guarana, der ‚Vitamin Smoothie‘ besticht mit Apfel, Mango und Acerola, der ‚Green Power Smoothie‘ vereint Gurke und Weizengras und der ‚Green Balance Smoothie‘ Paprika, Gerstengras und Spirulinaalgen.

Das Jodwasser JodNatur von St. Leonhards, das bereits auf der letzten Biofach als Neuheit präsentiert wurde, ist seit seiner Markteinführung in Deutschland mittlerweile nahezu flächendeckend im Bio-Bereich zu beziehen. Das lebendige Wasser der St. Georgsquelle stammt aus einer sauerstoffreichen artesischen Bergquelle in Ruhpolding. Neben der 1-Liter-Flasche ist es jetzt auch in der 0,33-Liter-Leichtglasflasche erhältlich.

Mit den Sorten BioZisch Möhre und BioZisch Tonic erweitert die Naturkostsafterei Voelkel ihr Sortiment und bietet Limonaden-Liebhabern nun 22 verschiedene Geschmacksrichtungen an. Für die neue ‚fair to go‘-Sorte ‚Apfel, Rote Bete, Mango‘ kommen ausschließlich Früchte und Rote Bete aus fairem Handel in die Flasche. In der 0,5-Liter-Glasflasche gibt es die neuen Eistee-Sorten Himbeere Hibiskus, Grüner Tee Matcha und Mate Zitrone. Im 1-Liter-Elopak werden die Geschmacksrichtungen Himbeere Hibiskus, Pfirsich Zitrone und Grüner Tee Matcha angeboten.

Zu Voelkels neuen ‚Vegan to go‘-Getränken gehören die Sorten ‚Wirbelwind - Quinoa plus Kurkuma‘, ‚Schokoschnute - Quinoa plus Kakao‘, ‚Verschärfer - Quinoa plus Chili‘, ‚Herzwärmer - Quinoa plus Mandelmus‘, ‚Kraftprotz - Quinoa plus Matcha‘ und ‚Energiebündel - Quinoa plus Baobab‘.

Seit Januar gibt Voelkel das handliche Naturkostmagazin ‚Voelkels Flaschenpost‘ heraus. Der Fokus richtet sich auf Nachrichten aus dem Unternehmen. Das Heft erscheint viermal im Jahr und kann vom Einzelhandel kostenfrei für seine Konsumenten bestellt werden (flaschenpost@voelkeljuice.de).

Eine Erfrischung konnten sich die Besucher beim jungen Hamburger Unternehmen KopfNuss abholen. Zu probieren gab es Kokoswasserschorlen in den Geschmacksrichtungen Maracuja und Zitrone sowie Johannisbeere und Zitrone.

Pukka zeigte seine breite Auswahl an Tees, darunter auch die neue Früchtetee-Sorte Charmante Cassis. Die von Pukka Herbs verwendete biologisch angebaute Schwarze Johannisbeere steckt voll wertvoller Antioxidantien.

Wertform präsentierte seine neuen Kaffee-Kapseln der Marke Mount Hagen in den Sorten Espresso, Crema und Lungo. Durch eine luftdichte Kunststoffkapsel mit Alumembrane bleibt der Kaffee aromageschützt und behält seinen Geschmack, ohne die Kapseln noch einmal in einen extra Beutel zu verpacken.

Snacks

Der Dauerbackwaren-Spezialist Huober Brezel bietet ne­ben seinem traditionellen Sortiment aus Brezeln und Stangengebäcken auch weitere Spezialitäten an, wie SchokoBrezeln, Meersalz Kräcker, Minibrezeln ohne Aufstreusalz und Gebäckmischungen.
Rinatura Bio präsentierte knusprig-leichte Chia-Maiswaffeln. Sie sind reich an Linolsäure und stellen daher eine Quelle an Omega-3-Fettsäuren dar.

Schokolade

Die Schokoladenmanufaktur Styx präsentierte handgeschöpfte Spezialitäten in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Neu sind die Edelbitter- schokolade Mohn- Powidl und die Milchschokolade mit Milchreis & Zimt.

Crispy Corn Flakes, Erdbeer Waffel Crunch und Milch Crème heißen die drei Neulinge im Riegelsortiment von Vivani. Sie stocken das Schokoriegel-Angebot auf neun verschiedene Sorten auf.

Am Lanwehr-Stand konnten sich die Fachbesucher von der breiten Auswahl an Bio- und Fair-Trade-Trüffeln und -Schokoladen überzeugen. Der ‚Sommerblüte Schokoladentaler‘ besteht aus weißer Kuvertüre mit Sonnen-, Korn-, Ringel- und Rosenblütenblättern, der ‚Erdbeere Schokoladentaler‘ aus Zartbitterkuvertüre mit getrockneten Erdbeerscheiben, Maracujachips und Kornblumenblütenblättern. Unter den Trüffeln befinden sich die Sorten Kräuter der Provence, Espresso, Cranberry, Mohn-Eierlikör und Ingwer.

Der Fruchtriegel- und Süßwarenhersteller Lubs präsentierte feinstes Lübecker Bio-Marzipan, umhüllt von Zartbitter- und Vollmilchschoko-
lade. Beide Varianten sind mit Honig gesüßt. Für reinen Marzipangenuss oder Kuchenrezepte gibt es Bio-Marzipan pur. Zudem bietet Lubs Marzipanpralinen mit erlesenen Walnüssen an.

Vegane Bio-Produkte

Dass immer mehr Unternehmen den veganen Trend aufgreifen, wurde beim Blick auf ihre neuesten Kreationen deutlich. Wer es als Besucher ausschließlich auf vegane Produkte abgesehen hatte, besuchte die Erlebniswelt Vegan, in der sich auch viele Startups wie Crunchy Fair aus Köln präsentierten. Im Gepäck hatte es zwei Premium Bio-Knuspermüslis in den Sorten Naturelle und Mildes Kokos.

Superfoods

Vegane Superfoods-Mischungen brachte das Unternehmen Your Superfoods aus den Niederlanden auf die Messe. Unter den Produkten befinden sich ‚Energy Bomb‘ aus Acai, Guarana, Maca, Lucuma und Banane sowie ‚Forever Beautiful‘ aus Chiasamen, Acai, Maqui, Acerola, Maca und Blaubeeren.

Auch das junge Unternehmen Green Panda aus Österreich vertreibt Superfoods. Neben Pulvern aus Goji, Acai, Kakao, Gerstengras und Maca gibt es für unterwegs ‚Chia to go Sticks‘. Pilzgetränke sollen das Immunsystem stärken und die Leistungsfähigkeit erhöhen.

Unter den Produkten von lifefood gibt es Mesquitepulver, das sich durch seinen süßen, nussigen Karamellgeschmack als niedrig-glykämisches Süßungsmittel oder als glutenfreier Mehlersatz eignet. Carobpulver ist eine Alternative zu Kakao, Baobabpulver hat einen würzigen, zitrus-karamellartigen Geschmack und ist reich an löslichen Fasern, Vitamin C und Antioxidantien.

Molkerei-Produkte

Hooidammer stellte einen neuen Demeter-Gouda vor. Durch das Verfeinern mit Basilikum und Bockshornklee erhält er einen nussigen und leicht würzigen Geschmack. Ein weiterer Blickfang war der junge Gouda mit italienischem Sommer-Trüffel. Beide Käse reifen vier bis sechs Wochen, bevor sie in den Handel kommen.

Die Bio-Molkerei Lembach aus Österreich präsentierte seine Marke ‚Besser Bio‘. Das Sortiment umfasst unter anderem Käsespezialitäten und Fruchtmolke-Drinks sowie zehn Joghurt-Sorten. Zu Natur 3,6%, Natur 1%, Bircher Müsli, Erdbeere, Heidelbeere, Himbeere, Mango, Marille/ Aprikose, Vanille, Weichsel reiht sich jetzt auch Himbeere als neue Sorte.

Die Molkerei Söbbeke stellte ihren neuen Weichkäse Monsieur Bernard vor. Er wird in den Vogesen aus natürlicher Bio-Kuhmilch hergestellt und erhält nach fünf Wochen Reifung seinen cremig-würzigen Geschmack.

Bastiaansen präsentierte seine vier neuen Brie-Varianten mit Blauem Steinklee, Bärlauch, Jalapeño-Käse und italienischen Kräutern. Einer großen Nachfrage erfreut sich der Kürbiskernkäse mit Ingwer und Knoblauch. Der halbfeste Schnittkäse Charmeux mit Steinpilzen wird von September bis Februar angeboten.

Rucola-Käse ist für eine Aktion im Laufe der Sommermonate angedacht und Gouda mit blauem Honigklee wird zusammen mit der Aktion Mai-Gouda als Zweitartikel angeboten. Ein ausgewogenes Aroma macht das Saisonprodukt Trüffelkäse mit Steinpilzen aus.

St. Leonhards stellte reine Molke und verschiedene Käseprodukte aus Stuten- und Ziegenmilch in Bioland-Qualität vor. Weichkäse gibt es in den Sorten Öl, natur und Kräuter. Der feine Camembert mit Edelschimmel wird von Hand in spezielles Käsepapier eingepackt und in eine kleine Spanschachtel gelegt. Mit zunehmender Reifung wird er weich und cremig.

Frischkäse im wiederverwertbaren Glas gibt es in den Variationen natur und feine Kräuter. Molke Natur (250-Milliliter-Flasche) wird auch in der gefriergetrockneten Version angeboten und lässt sich leicht ins Büro mitnehmen. Die Produkte werden in der neu eröffneten Naturkäserei St. Georg in Ruhpolding hergestellt.

Aufstriche und Soßen

Gutding bietet vegane und glutenfreie Aufstriche in trendigen Weckgläsern, etwa Balsamico-Zwiebel oder Cashew-Pasteten in den Geschmacksrichtungen Natur, Tomate, Basilikum und Auberginen sowie Curry-Dattel. Für das Kühlregal gibt es ein Paprika-Pesto und andere würzige Varianten.

Vegane Schokoladen-Brotaufstriche stellte das niederländische Unternehmen Brinkers Food unter der Marke ‚La Vida Vegan‘ vor. Die drei Geschmacksrichtungen Schokolade, Zartbitter und Nuss-Nougat sind in 270-Gramm-Gläsern erhältlich.

Die Molkerei Söbbeke greift mit ihren zwei Reisdesserts in Natur und Kirsche den veganen Trend auf. Die 150-Gramm-Becher eignen sich als kleine Mahlzeit für zwischendurch oder als Nachtisch.

Avivstilo aus Sasbach präsentierte unter der Marke avilosa einen veganen Brotbelag, der wie Käse schmeckt und schmilzt. Ab April soll er in den Handel kommen. Die Rohkostriegel der französischen Marke Gourmie’s sind in acht verschiedenen Sorten, etwa ‚Zitrone‘, ‚Orientalische Träumerei‘, ‚Inseltraum‘ und ‚Australischer Genuss‘ erhältlich.

Die veganen Fruchtgummis und Lutscher des amerikanischen Unternehmens YumEarth Organics sind jetzt neu in Deutschland erhältlich. Sie bestehen zu 100 Prozent aus natürlichen Aromen.

Die vegane Leberwurst von rinatura Bio enthält Kokosöl und ähnelt mit seinem würzigen Geschmack einer feinen Leberwurst. Sie ist gluten-, soja- und lactosefrei sowie frei von Ei und Palmfett.

Transparenz vom Feld bis auf den Teller, Handwerkskunst, Regionalität, Fairness und Nachhaltigkeit sind langjährige Bestandteile der Firmenkultur von Münchner Kind'l Senf. Zu den neuen Feinkostspezialitäten zählt die fruchtig-scharfe Salsa-Sauce ‚Grillinger‘ mit delikaten Paprikastückchen. Die ‚Dirty Harry BBQ-Sauce‘ eignet sich ideal zu gegrilltem Fleisch, Wurst oder Tofu und zum Marinieren. Statt auf Aromen setzt man auf echten Rauch durch bestes Rauchsalz.

Backwaren und Snacks

Die von Kröner-Stärke-Bio vorgestellten Innovationen im Bereich der veganen Backmischungen für Marmorkuchen erfreuten sich großer Beliebtheit bei den Messebesuchern. Bio Coastar ergibt angerührt in Wasser eine Nasspanade auf reiner Weizenbasis, frei von Zusatzstoffen sowie Milch- und Eiprotein.

Pikante Rohkostbrote von lifefood gibt es unter anderem als Chia-Hanf-Brot, Pikantbrot Rosmarin, Sauerkrautbrot und Olivenbrot. Die Brotscheiben werden bei niedriger Temperatur getrocknet.

Die rohen Pikantkräcker basieren auf Leinsamen, Kräutern und Gewürzen und werden viele Stunden unter 42 Grad getrocknet. Es gibt sie in acht verschiedenen Sorten, etwa Sauerkraut, Pizza, Knoblauch oder mit Möhren.

Rohe Gemüsechips in den Sorten Rote Bete, Zwiebel und Grünkohl & Wirsing gibt es ebenfalls von lifefood. Als neues Lebensmittel stellte das Unternehmen seine pikanten Sprossen ‚Sonnenknuspis‘ in den Geschmacksrichtungen Chili und Provence vor. Die Sonnenblumen werden eingeweicht und zu Sprossen gekeimt. Nach dem Marinieren werden sie für mehr als 15 Stunden bei unter 42 Grad getrocknet.

Das Sortiment von Rinatura Bio wurde vorwiegend um vegane Produkte erweitert. Unter ihnen befinden sich zwei Sorten Kesselchips: Sea-Salt und Sweet Chilli. Die kross gebackenen Kartoffelchips werden im Kessel handgerührt und sind im 125-Gramm-Beutel erhältlich.

Für die Energiezufuhr für zwischendurch bietet Keimling Naturkost mit Nüssen und Trockenfrüchten gesunde Alternativen in veganer Rohkost- und Bio-Qualität. Die Früchte werden bei einer Temperatur von unter 50 Grad schonend getrocknet. In diesem Jahr gehören etwa Mandel- und Cashewkerne, Goji-Beeren, Datteln, Wilde Pekannusskerne sowie die Mischungen ‚Südseetraum‘ und ‚Klassisch‘ zur Produktrange.

Tofu

Taifun stellte sein neues Produkt ‚Black Forest Tofu‘ vor, das mit Buchenholz schonend geräuchert und mit Kümmel und Zwiebeln verfeinert wird. Ebenfalls neu im Sortiment sind die drei Tofu-Feinkostsalate ‚Sunshine‘ mit Staudensellerie und Essiggürkchen, ‚Tex-Mex‘ mit Paprika und Mais sowie ‚Pacific‘ mit Algen, Kräutern und Rosa Pfeffer.

Schokolade und Fruchtriegel

Lovechock präsentierte mit der veganen Mylk-Schokolade die erste cremige, rohe Bio-Schokolade. Eine Kombination aus rohem Kakao und fein gemahlenen Haselnüssen verleiht der rohen Schokolade eine zart-cremige Konsistenz. Die neuen Tafeln gibt es in den Sorten ‚Cranberry & Buchweizen‘ und ‚Mandel & Maulbeere‘.

Die vegane Marke iChoc stellte seine zwei neuen Schoko-Sorten Milkless (reine ‚Milch‘-Schokolade mit einem Hauch Bourbon-Vanille und Meersalz) und iChoc Super Nut (‚Milch‘-Schokolade mit gerösteten Haselnusshälften) vor.

Am Stand von Alnavit konnten sich die Fachbesucher unter anderem von den Bio Superriegeln überzeugen. Zum Sortiment gehören ‚Beerensammler‘ aus Aronia- und Gojibeeren, ‚Grünling‘ aus Moringa, Matcha und ganzem Buchweizen, ‚Supersportler‘ aus Hanf, Macawurzel und Gojibeeren sowie ‚Strahlemann‘ aus Physalis, Mango und Goldleinsamen.

Lifefood stellte seine glutenfreien und veganen lifebar Energieriegel vor. Es gibt sie unter anderem in den Sorten Schokolade, Aprikose, Brazil, Kirsche, Feige und Kokos. Neu sind Johannisbrot-Haselnuss und Apfel sowie unter der Marke lifebar plus Heidelbeere-Quinoa und Acai Banane.

Lubs präsentierte seine veganen und glutenfreien Premium Riegel, darunter Sorten wie Himbeere, Aronia, Karotte und Orange. Unter den veganen Fruchtkonfekten gibt es jetzt auch die drei Sorten Beeren, Haselnuss und Exotic.

Die kleinen, einzeln verpackten Rotbäckchen Krafthappen von Rabenhorst werden aus konzentrierten Früchten und Getreidebestandteilen hergestellt und mit Rotbäckchen Saft abgerundet. Die Happen enthalten konzentrierten Apfel-, Sauerkirsch- und Birnensaft, getrocknete Bananen sowie Haferflocken.

Veganz

Auch Veganz war auf der Messe vertreten. Die Veganz-Filialen bieten ein ausgewogenes Vollsortiment aus über 6.000 veganen Produkten an und legen dabei viel Wert auf naturbelassene Lebensmittel aus möglichst biologisch-dynamischem Anbau. 80 Prozent der Produkte sind Bio-zertifiziert. 70 Prozent des Sortiments kommen aus Deutschland.

Produkte aus Süd West Frankreich

Die Bio-Vereinigungen Arbio Aquitaine und Interbio Midi-Pyrénées präsentierten Produkte aus dem Südwesten Frankreichs unter der Marke ‚Bio Sud Ouest France‘. Unter den Frischeprodukten befinden sich Obst und Gemüse von Bioleyre, Käse und Olivenöl der Käserei Papillon, Kuhmilch-, Ziegen- und Schafkäse der Käserei La Lémance sowie Soja-Fertigprodukte von Le Sojami.

Auf Feinkost hat sich das Unternehmen Alain Martin spezialisiert. Es bietet eine große Auswahl an Pasteten, Fertiggerichten und Suppen. La Chanteracoise produziert handgemachte Brotprodukte wie Zwiebacke, Toastbrote und Knäckebrote. Das Unternehmen Inovchataigne Sarl verarbeitet Edelkastanien und Maronen. Es bewirtschaftet 100 Hektar Kastanienwälder. Gaia stellt Brot, Galetten und Macaronen auf Basis von gekeimten Getreide, Korn und Hülsenfrüchten her.

Der handwerkliche Schokoladenhersteller Bovetti chocolats hat unter anderem 24 verschiedene Tafeln Schokolade im Repertoire. Chocolat Dardenne widmet sich der Herstellung von Schokoladen ohne Gluten und hat auch eine vegane Produktreihe auf den Markt gebracht.

Maison Meneau ist ein handwerklicher Hersteller von Bio-Getränken. Er vermarktet Smoothies, pure Frucht- und Gemüsesäfte sowie Nektare. Auch Fruchtkonzentrate, Zitronen- und Orangenwasser sowie fruchtige Weine sind in seinem Sortiment vertreten. Seit 25 Jahren produziert Vitamont Frucht- und Gemüsesäfte, darunter sämige Säfte mit Agavensirup und Getränke mit Kohlensäure und Cola.

Das auf Babykost spezialisierte Unternehmen Yooji stellt tiefgekühlte Gemüsepürees und klein gehacktes Hühnerfleisch und Fisch her. Die Produkte sind glutenfrei, enthalten keine Kuhmilchproteine und sind ohne Zusatzstoffe.

Bordemer vertreibt Wein der Marke Domaine de l'île Margaux, der vom Weinbaugebiet auf der Insel Margaux stammt. Die dort wachsenden fünf Rebsorten werden von Hand geerntet. Maison Jean de Maubastit vertreibt verschiedene Weine aus unterschiedlichen Regionen Frankreichs und der Welt.

Damit ein Produkt die Marke ‚Bio Sud Ouest France‘ verwenden darf, muss es vier Bedingungen erfüllen: Zum einen muss es aus biologischer Landwirtschaft kommen und eine Zertifikation gemäß der gültigen französischen und europäischen Regelungen erhalten haben.

Zum anderen müssen die das Produkt kennzeichnenden Rohstoffe aus der Region Aquitaine oder Midi-Pyrénées stammen. Auch das Produkt selbst muss in einer der Regionen hergestellt oder verarbeitet worden sein. Zudem muss für alle verwendeten Zutaten ab der Erzeugung eine vollständige Rückverfolgbarkeit gewährleistet sein, die mittels eines Herkunftszertifikats nachgewiesen wird.

Sina Hindersmann

Bio-Vorreiter Dänemark: bioPress traf Eva Kjer Hansen auf der Biofach

Mit einem Anteil von acht Prozent Bio-Lebensmitteln am Gesamtumsatz im Lebensmittelhandel liegt Dänemark weiterhin weltweit an der Spitze. Der Export hat sich in zehn Jahren versiebenfacht. Deutschland ist dabei mit einem Anteil von 48 Prozent der größte Exportmarkt für Bio-Produkte aus Dänemark.

Eva Kjer Hansen sprach in ihrer damaligen Funktion als Landwirtschafs- ministerin bei der Biofach mit den dänischen Bio-Ausstellern und erfuhr, dass alle, angefangen beim kleinen handwerklichen Betrieb bis zu den großen Molkereien, mehr Bio verarbeiten und verkaufen könnten. Aber Bio-Rohstoffe seien knapp.

Umstellung auf Ökolandbau

Um den Rohstoffengpass zu beheben, unterstützt der dänische Staat Betriebe bei der Umstellung auf Bio. Zum einen können Landwirte, die an einer Umstellung interessiert sind, die potenziellen Kosten für ihren Hof kalkulieren lassen. Dadurch bekommen sie Klarheit über mögliche Risiken und sind eher bereit, auf Bio umzustellen. Auch Landwirte, die bereits umgestellt haben, können sich die künftigen Kosten berechnen lassen. Zum anderen wird das geringere Einkommen während der Umstellung auf Bio vom Staat kompensiert.

Aktuell setzen acht Prozent der dänischen Landwirte auf ökologischen Landbau. Ihre Bio-Anbaufläche hat mit über 176.000 Hektar einen Anteil von sieben Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche.

Größter Bio-Sektor: Molkereien

Den größten Bio-Sektor in Dänemark machen Molkereien mit zehn Prozent aus. 2007 erzeugten dänische Milchverarbeitungsbetriebe 164 Millionen Kilogramm Konsummilch, zwei Millionen Kilogramm Butter und drei Millionen Kilogramm Käse in Bio-Qualität. Bio-Rohmilch hat heute einen Anteil von rund zehn Prozent an der gesamten Milchproduktion in Dänemark.

Auch Bio-Schweinefleisch wird besonders geschätzt. Der Verkauf ist seit 2009 um 74 Prozent gestiegen. Bei Bio-Eiern stieg der Verkauf innerhalb der letzten fünf Jahre um 47 Prozent an.

Beim Absatz von Bio-Produkten spielen Supermärkte und Discounter eine wichtige Rolle. Letztere machen mit knapp 43 Prozent den größten Anteil am Absatz aus, Supermärkte liegen mit über 26 Prozent auf Platz zwei. 
 

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