BioFach
Biofach in positivem Umfeld
Vegan und Frei-von Lebensmittel liegen im Trend
Die Biofach und Vivaness vom 11. bis 14. Februar 2015 ist Treffpunkt für Akteure aus allen Bio-Handels- und Vertriebskanälen. Letztes Jahr stiegen die Bio-Umsätze in einigen Ländern erneut fast zweistellig. Der deutsche Markt hat inzwischen ein Volumen von mehr als acht Milliarden Euro. Die Aussteller bewegen sich in einem positiven Umfeld. Der Vegan-Trend, Frei-von-Lebensmittel und die Niederlande als Land des Jahres stehen im Blickpunkt. 2014 kamen 2.260 Aussteller und 42.400 Besucher nach Nürnberg. 2015 werden genauso viele erwartet zum netzwerken, kommunizieren und informieren.
Rund um den Globus ist das Interesse an biologisch produzierten Lebensmitteln ungebrochen. Der Markt entwickelt sich in den meisten der westlichen Industriestaaten positiv. Ein immer größeres Angebot an Bio-Lebensmitteln und neue führen zu nachhaltigen Umsatzzuwächsen. Für zahlreiche Länder gab 2014 ein Plus von fünf bis zehn Prozent.
Die Niederlande sind im Lebensmittelsektor exportorientiert. Die Bio-Branche des Landes hat sich zu einem professionellen Partner im internationalen Handel entwickelt. Das Nachbarland präsentiert sich 2015 als Land des Jahres der Biofach.
Was mit der Trendkategorie Vegan am Neuheitenstand der Biofach 2014 begann, wird 2015 zur Erlebniswelt Vegan. Diese feiert dann ihre Premiere im Messezentrums Nürnberg und wird in Kooperation mit dem VEBU (Vegetarierbund Deutschland) organisiert. Rund 100 Aussteller werden auf der Erlebniswelt Vegan Bio-Produkte präsentieren. Köche geben in Shows und Verkostungen Anregungen für den Handel und die Außer-Haus-Verpflegung. Das Themenspektrum reicht von Gastronomie, Zertifizierung und regionaler, saisonaler Küche über Urban Gardening und bioveganem Landbau bis zu Backen, Rohkost und Superfoods sowie Verbraucherschutz.
In der Erlebniswelt Wein können die Tropfen der Prämierung Mundus Vini Biofach probiert werden. Die Besucher können ihr Basiswissen rund um das Thema Wein auffrischen. Fachkundige Beratung und der direkte Austausch mit Winzern und Händlern stehen im Mittelpunkt und helfen dabei, das optimale Sortiment für die Kunden auszuwählen.
In der Erlebniswelt Olivenöl wird der Olive Oil Award vergeben. Hier kamen 2014 die Hälfte der prämierten Öle aus Italien. Spanien ist mit 169.000 Hektar vor Italien mit 142.000 Hektar größter Produzent. In der EU besteht viel Potenzial für deutliches Wachstum bei Bio-Olivenöl. Dies macht einen Bio-Anteil von acht Prozent an der gesamten Olivenöl-Produktion aus.
Nahrungsmittel sind für Menschen nur gesund, wenn sie vertragen werden. Unverträglichkeiten bereiten immer mehr Konsumenten Probleme. Die Zahl derer, die auf bestimmte Inhaltsstoffe verzichten möchten, steigt.
Unter dem gemeinsamen Dach Frei-von entwickelt sich eine neue Produktkategorie. Bio-Hersteller mit einem entsprechenden Angebot haben die Möglichkeit, ihre Kompetenz auf diesem Feld sowie die dazugehörige Genuss-Vielfalt erstmals in einer eigenen Kategorie am Neuheitenstand zu präsentieren.
Der Kongress mit 100 Vorträgen und Diskussionsrunden erreicht mehr als 6.500 Teilnehmer und ist die Plattform für Wissens- und Informationsaustausch der Bio-Branche. Im Nachhaltigkeitsforum, Politikforum, Wissenschaftsforum, Ausstellerforum, Fachhandelsforum und Vivaness-Forum.
Erstmals veranstaltet Bioland in Kooperation mit der Biofach auf der Weltleitmesse den Treff für Profiköche, cook + talk. Ziel ist es, eine Austausch- und Informationsplattform für das Branchensegment zu schaffen und noch mehr Köche für den Einsatz von Bio-Lebensmitteln zu begeistern. Was im Einzelhandel schon lange gilt, bestätigt sich im Außer-Haus-Markt: Bio boomt!
Naturkosmetik
Vertreter des Marktsegments der kontrollierten Naturkosmetik treffen sich auf der Vivaness. Rund 200 Aussteller werden hier erwartet. Erstmals können die Besucher aus allen von den Herstellern angemeldeten Neuheiten je Kategorie das beste neue Produkt wählen. Einer der Hauptgründe für den Besuch ist das Aufspüren von Trends und neuen Produkten. Dieser lebt in besonderem Maße von Innovationen. Die Vivaness bietet einen Überblick über die Naturkosmetik-Branche. Entgegen dem eher verhaltenen Umsatzwachstum für klassische Kosmetik verzeichnete kontrollierte Naturkosmetik auch im Jahr 2013 eine positive Entwicklung. Die deutsche Branche hat 2013 mit einem Umsatz von 930 Millionen Euro einen großen Schritt in Richtung der Milliardengrenze gemacht.
Käse aus den Niederlanden
Einer der Schwerpunkte der niederländischen Bio-Produktion ist die Käseherstellung. Der Bio-Umsatz an der gesamten Käseproduktion von 1,7 Milliarden Euro liegt bei 26 Millionen Euro. Zu den bekanntesten Bio-Käse-Exporteuren zählt die Käserei Bastiaansen westlich von s’Hertogenbosch. Sie beliefert den deutschen Fachhandel über deutsche Naturkostgroßhändler.
Alle Produkte werden mit mikrobiellem Lab hergestellt und sind somit geeignet für Lakto-Vegetarier. Das Sortiment reicht von klassischen Käsesorten, Kräuterkäse, Käse mit Rotkulturen, mit Weißschimmelkulturen bis zu Blauschimmelkäse.
Halle 7-627
Bio-Genuss aus Österreich
Rund 80 österreichische Unternehmen präsentieren auf der Biofach Molkereiprodukte, Fleisch, Obst, Gemüse, Eier, Getreideprodukte, Getränke, Süßes, Teigwaren, Gewürze und vieles mehr. Am österreichischen Gruppenstand der Außenwirtschaft Austria- in Zusammenarbeit mit der Agrarmarkt Austria Marketing und Bio Austria können Besucher mit den Bio-Produzenten Gespräche führen und Produkte verkosten.
Halle 1-361
Konjak-Nudeln aus Australien
Die australische Nudelmarke Slendier kommt jetzt nach Deutschland. Das Besondere an den Nudeln ist die Herstellung aus der Konjak-Wurzel. Diese ist in Japan bekannt für ihre Reichtum an Ballaststoffen.
Slendier-Nudeln werden nur aus Wasser und dem Pulver der Konjak Wurzel hergestellt. Sie weisen wenig Kalorien und Kohlenhydrate auf und eignen sie sich für Vegetarier und Veganer. Das Sortiment reicht von Spaghetti bis Lasagne.
Halle 1-103
Haferflocken und Chiasamen
Der Rohstoffhändler Naturkost Übelhör vertreibt international ein Sortiment mit mehr als 400 Produkten. Neu dazu gekommen sind unter der Marke Sachia die zwei Produkte Chia Porridge Basis und Früchte. Als Grundlage dienen Kleinblattvollkornhaferflocken und Chiasamen. Beide Produkte sind vegan. Mit einer Kennzeichnung von Inhaltstoffen mit eigenen Logos kann der Konsument schnell erkennen, welches Produkt für ihn geeignet ist.
Halle 1-275
Ziegler der Südamerika-Spezialist
Ziegler Naturprodukte aus Wunsiedel Bayern importiert Lebensmittel-Rohstoffe vorwiegend aus Südamerika. Die Ware wird nach Hamburg verschifft, ist nach biologischen und ethischen Standards wie Fairtrade und Koscher zertifiziert. Das Unternehmen erfüllt die Anforde- rungen von Bio Suisse, JAS (Japan) und arbeitet nach den BNN-Richtlinien. Glutenfreie Körner, Saaten, Hülsenfrüchte, Kakao und Reise zählen zum Sortiment. In Deutschland werden die Rohstoffe weiterverarbeitet zu Mehlen, Flocken usw. und an Hersteller geliefert.
Halle 9-545
Bio-Reis aus Indien
Seit fast 100 Jahren unterstützt Amira die traditionelle Landwirtschaft in Indien. Das Unternehmen fördert den nachhaltigen, lokalen Anbau. Die umweltfreundlichen Methoden sorgen dafür, dass Amira-Reis gesund und natürlich ist. Der Reis wächst in den mit Schneegewässer angereicherten Regionen des Himalaya. Basmati ist durch seine schlanke Form und den unvergleichlichen Duft der König des Reises. Der Amira Bio Basmati Reis zeichnet sich durch einen sanften nussigen Geschmack aus. In Deutschland wird er von Basmati Rice in Krefeld vertrieben. Das Unternehmen ist Teil des Amira-Konzerns mit Sitz in Dubai.
Halle 9-506
Alb-Gold fördert Saatgutforschung
Teigwaren-Hersteller Alb-Gold aus Trochtelfingen arbeitet mit dem Verein zur Förderung der Saatgutforschung im biologisch-dynamischen Landbau zusammen.
Dahinter steht die Idee, Hartweizen für den Anbau auf der Schwäbischen Alb zu finden. Bei der Aktion Spätzle für Saatgut gehen 50 Cent pro Packung in einen Spendenfonds. Im Dezember 2014 überreichte André Freidler von Alb-Gold einen Scheck von über 1.200 Euro an den Verein. Das Unternehmen von der Schwäbischen Alb präsentiert auf der Biofach ein Sortiment mit rund 150 Ausformungen.
Halle 6-317
Regionalität und Fair im SEH
Mit der Zertifizierung regional und fair vom Verband Biokreis bringt die Antersdorfer Mühle eine umfangreiche Produktpalette in den selbständigen Einzelhandel. Der Absatz im SEH steigt weiter hin an. Fair und Regionalität werden in der Praxis direkt umgesetzt. Die Erzeuger bekommen eine Abnahmegarantie und feste Preise zugesichert. Nicht nur die Erzeuger, auch alle Mitarbeiter werden fair bezahlt.
Rohstoffe werden mit Vorrang aus der Region bezogen mit möglichst kurzen Beschaffungswegen. Ausnahmen sind Rohstoffe, die aus klimatischen Gründen nicht in der Region angebaut werden können. Mit Produkten von Getreide bis Fertiggerichten ist die Mühle vorwiegend in Bayern vertreten. In der Zukunft soll der Außendienst erweitert werden, als Antwort auf die wachsende Nachfrage nach regional hergestellten Produkten.
Halle 7-141
Regionale Ökoaktionspläne
Unter diesem Thema findet im Politik Forum auf der Biofach am 12. Februar, 12 Uhr-12.45 Uhr, im Raum Oslo eine Diskussionsrunde statt. Manfred Geißendorfer (Forschungsgruppe Agrar- und Regionalentwicklung Triesdorf), Burkhard Schaer (Ecozept) und Jürn Sanders (Thünen-Institut für Betriebswirtschaft) analysieren anhand von Fallstudien aus Deutschland (Bayern) und Frankreich (Nord-Pas de Calais) die Erfolgsfaktoren und Schwachstellen der regionalen Pläne. In Augenschein genommen werden dabei die Inhalte, der Prozess der Erstellung und die Umsetzung.
Forschungspreis für Bio
Die Preisverleihung des Forschungspreises Bio-Lebensmittelwirtschaft findet am Donnerstag, 12. Februar, von 15.30 Uhr bis 17 Uhr am Messestand Generation Zukunft statt. Für die drei Kategorien Bachelor, Master und Dissertationen konnten Studenten und Doktoranten ihre Abschlussarbeiten zu ökologischen Themen oder Aspekten der Nachhaltigkeit einsenden.
Alternativer Gesundheitspreis
Die erste ökologisch ausgerichtete Krankenkasse BKK advita vergibt am 11. Febr. 2015, 15 Uhr in Raum BASEL, NCC Mitte den 3. Alternativen Gesundheitspreis 2014. Teilgenommen haben kleine und mittlere Betriebe bis 500 Mitarbeiter.







