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BioFach

Prima Klima in Nürnberg

BioFach muss aber Besucher- und Ausstellerrückgang hinnehmen

Die BioFach 2012 in Nürnberg hatte im Vergleich zum Vorjahr einen Besucher- und Ausstellerrückgang zu beklagen. 40.000 Besucher aus 130 Ländern passierten die Schranken, vergangenes Jahr zählte die Messe 44.590 Personen. Auf der BioFach und Vivaness präsentierten sich dieses Jahr 2.420 Aussteller, 2011 waren es noch 2.544.

„Die Stimmung in den Messehallen war an allen vier Messetagen gut, obwohl wir bei den Besuchern Rückgänge hinnehmen mussten“, erklärte Claus Rättich, Mitglied der Geschäftsleitung, NürnbergMesse. Die BioNord/Süd ziehen einen Teil des deutschen Fachhandels ab. Die Fruit Logistica hat sich zur Bio-Plattform entwickelt und auch die ProWein hat Bio entdeckt. Da brechen Stücke von der BioFach ab, wie bei einem Eisberg.

93 Prozent der Facheinkäufer waren laut Erhebung mit dem Besuch zufrieden. 80 Prozent wissen schon jetzt, dass sie auch 2013 wieder nach Nürnberg reisen werden.

„Die Bio-Branche liefert die guten Nachrichten in Zeiten schlechter Wirtschaftsnachrichten. Die BioFach spielt eine wichtige Rolle in der weltweiten Bio-Branche. Sie bringt Anbieter und Einkäufer zusammen und damit kommt ihr eine entscheidende Rolle für das Wachstum von Bio zu“, erklärte IFOAM-Präsident Andre Leu bei der Eröffnung der BioFach. Die Stimmung war bereits bei der Eröffnungsfeier gelöst und locker. Schließlich stehen die Zeichen auf Wachstum.

Indien war Land des Jahres

Der Indische Modeschöpfer Wendell Rodricks stellte aus diesem Anlass während der Eröffnungszeremonie seine Kollektion an Naturtextilien vor. Der Staatssekretär Asit Tripathy bezifferte die indischen Bio-Ausfuhren auf 400 Millionen Dollar bei einem jährlichen zweistelligen Wachstum. Europa und die USA sind die Haupt-Importeure. Indien ist ein wichtiger Partner für den Fairen Handel. Ein Großteil des Fairtrade-Tees stammt aus indischen Tee-Anbaugebieten wie Assam und Darjeeling.

Wenn BÖLW-Präsident Felix Prinz zu Löwenstein Landwirte oder Unternehmer trifft, die beginnen, sich mit Bio-Lebensmitteln zu beschäftigen, setzt er auf den Augenschein statt auf Argumente: „Ích versuche, sie dafür zu begeistern, auf die BioFach zu kommen.

Ich mache das, weil ich immer wieder erlebe, wie schnell sich Vorurteile abbauen und Bilder im Kopf korrigieren, wenn so jemand sieht, wie vielseitig und professionell unsere Branche aufgestellt ist, und auch, weil sie hier einer Atmosphäre begegnen, die ebenso sympathisch wie einnehmend ist“, sagte er in seiner Eröffnungsansprache.

Der Nürnberger OB Ulrich Maly kündigte ein Netzwerk der Bio-Städte an. „Die Kommunen haben die Kindergärten und Schulen. Hier müssen wir die Kinder möglichst früh mit Bio bekannt machen. Denn die Geschmacksbildung erfolgt in jungen Jahren“, unterstrich der OB.

Bio als wichtiger Beitrag anerkannt

Staatssekretär Gerd Müller aus dem Ernährungsministerium legte ein Bekenntnis zu Bio ab: „Bio leistet einen wichtigen Beitrag zur Ernährung, insbesondere in den Entwicklungsländern, und Bio gibt Anstöße für neue Antworten in der Politik.“ Die Bio-Branche wartet gespannt auf diese neue Antworten der Politiker in Berlin.

Ein handelspolitisches Ereignis  machte die wegweisende Rolle der BioFach für den internationalen Markt deutlich: Die USA und die EU unterzeichneten am ersten Messetag ein Gleichwertigkeitsabkommen zur wech­selseitigen Anerkennung der Bio-Richtlinien. Damit können ab Juni 2012 Bio-Produkte, die in den USA oder in der EU hergestellt wurden,  ohne weitere Genehmigungen in beiden Wirtschaftsräumen verkauft werden. 

Die BioFach ist auch ein politisches Ereignis. Die Ernährungs­minister der Bundesländer machen ihre Rundgänge. Der Bundestagsernährungsaus­schuss ließ sich von der Messe Nürnberg über die BioFach führen. „Mehr Bio-Bauern braucht das Land“ bekamen die Abgeordneten-Kollegen von Felix Prinz zu Löwenstein und Jan-Peter Bauck zu hören. Die Förderung der Bio-Gasanlagen erschwert die Umstellung auf Bio-Landbau. Bio-Gas ist oft das attraktivere Geschäftsmodell für Bauern, die sich neu orientieren.

„Der ökologische Landbau ist Teil der Antwort auf drängende Fragen unserer Zeit. Die Sicherung der Welternährung, der Klimaschutz oder der Erhalt der Artenvielfalt. Dies alles lässt sich nur mit einer nachhaltigen, bäuerlichen Landwirtschaft bewerkstelligen. Der ökologische Landbau ist dafür unser Leitbild“, erklärte Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik der Grünen im Bundestag.

Der Gang durch die Hallen lohnte sich. Es gab genug zu entdecken. Etwa das Demeter Soft-Eis der Molkerei Schroz­berg oder die neuen Sorten der frischen Bioland-Suppen für das Kühlregal von den Küchenbrüdern aus Ehestetten in Baden-Württemberg. Die Gebrüder Tress sind mit dem Fertigprodukt erfolgreich in den Supermärkten der Vollsortimenter Edeka und Rewe unterwegs.

Italien mit Tradition

Der Bio-Markt ist international. Italien hat nach Gastland Deutschland traditionell den stärksten Auftritt auf der BioFach. Unternehmen wie Teigwaren-Hersteller Lensi oder Salami Produzent Pedrazzoli sind auf dem deutschen Bio-Markt bekannt. Großhändler Il Nuraghe hat sich auf den Import italienischer Produkte spezialisiert. Geschäftsführer Richard Retsch hat mit Bio-Meister aus Südtirol einen neuen Gebäck-Lieferanten entdeckt, der sich auf der BioFach präsentiert hat.

Biologisches Dänemark

Ein rotes Ø für Ökologie warb auf den Produkten der Unternehmen des dänischen Gemeinschaftsstandes Organic Denmark auf der BioFach 2012 für Vertrauen und Qualität. Die Besucher treffen damit auf ein staatliches Zeichen, das für die Dänen ein alter Bekannter ist und dem sie vertrauen. 96 Prozent der Dä­nen kennen laut einer Umfrage des Lebensmittelministeriums das Bio-Zeichen. 90 Prozent der Einwohner des Kö-igreiches ant­worteten, dass sie diesem Zei­chen vertrauen. Bereits 1989 hatte Dänemark staatliche Kontrollen für Bio-Produkte eingeführt und war damit das erste Land der Welt.

Aus Dänemark war die Initiative Bio aus Dänemark mit einem Gemeinschaftsstand von zehn Herstellern vertreten. Darunter Hanegal mit Bio-Fischfrikadellen, Wood­­shades mit Nougat- und Marzipan-Pralinen oder Is fra Skarø mit funktioneller  Eiscreme zum Muskelaufbau oder mit nur zwei Prozent Fett zum Abnehmen.
Kanadas Bio-Produkte begehrt

„Wir stellen im Moment eine sehr starke Nachfrage fest“, sagte Matthew Holmes, Direktor der Organic Trade Association (OTA ) Kanada.  Ein Grund ist das Abkommen über Gleichwertigkeit zwischen Kanada und der Europäischen Union vom Juni 2011 sein. Die EU und Kanada erkennen dabei ihre Bio-Richtlinien gegenseitig an.

Damit ist Kanada Drittland, so dass die Produkte ohne Vermarktungsgenehmigung eingeführt werden können. Besonders begehrt ist Bio-Getreide wie deutsche Rohstoffhändler und Mühlen bestätigten. Auch kanadische Bio-Linsen, -Leinsaat und -Ahornsirup werden rege nachgefragt.

Naturland-Hering aus der Ostsee

Auf dem Fish Market, einer Sonderschau, waren sechs Aussteller aus den Reihen des Naturland Verbandes vertreten. Naturland hat 2007 seine Wildfisch Richtlinien für Nachhaltigen Fischfang aufgestellt und in Tansania ein Pilotprojekt realisiert, in der die nachhaltige Bewirtschaftung der Nilbarschbestände im Viktoriasee und die Verbesserung der Lebensbedingungen von mehr als 1.000 Fischern in Angriff genommen wurde.

Mit Hering aus der Ostsee wird die Palette nun um ein Produkt aus der heimischen Fischerei bereichert. Im Zertifizierungsprozess befindet sich außerdem Skipjack-Thunfisch, der auf den Malediven noch von Hand gefangen wird.

Hessischer Gemeinschaftsstand

Auf der BioFach präsentierten sich wieder zahlreiche Bio-Firmen auf den Gemeinschaftsständen der Bundesländer. Auf dem hessischen Gemeinschaftsstand waren neun  Firmen, wie die Hephata, und Institutionen vertreten.

Die MGH Gutes  aus Hessen fungierte zum achten Mal in Folge als Organisator. Am Eröffnungstag besuchte Staatsministerin Lucia Puttrich den Gemeinschaftsstand. Die Ministerin informiert sich auf der BioFach über das Spektrum ökologischer Produkte und über die hessischen Bio-Firmen.

Rotbäckchen feiert Geburtstag

Auf der BioFach in Nürnberg gaben das Haus Rabenhorst den Startschuss für das Jubiläumsjahr des Kindersaftes Rotbäckchen. Im Rahmen der 60-Jahrfeier auf dem Messestand schnitt Geschäftsführer Klaus-Jürgen Philipp die Geburtstagstorte an. Natürlich wurde auch Rotbäckchen-Saft als Zutat für den 1,15 mal 2,25 Meter großen Kuchen verwendet.

Die Manufaktur stellte außerdem drei Ayurveda-Säfte in der Richtungen Vata, Pitta, Kapha vor. Ayurveda bedeutet Wissenschaft (ayur) vom Leben (veda) und wird seit über 2.000 Jahren im Ursprungsland Indien praktiziert. Ziel dieses ganzheitlichen Ansatzes ist der Einklang von Körper, Geist und Seele.

29 Medaillen für die Bio-Mühle

Das DLG-Testzentrum Lebensmittel hat jetzt die Antersdorfer Mühle aus Simbach am Inn in Bayern mit 21 Gold-, sechs Silber- und zwei Bronze-Medaillen für die hervorragende Qualität ihrer Produkte ausgezeichnet. In der Internationalen Qualitätsprüfung für Bio-Lebensmittel testeten die DLG-Experten in diesem Jahr 1.014 Produkte. DLG-Vorstandsmitglied Claudia Müller zeichnete die Preisträger im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung anlässlich der BioFach aus.

Nachhaltiger Lebensbaum

Die ganze Welt des Tees präsentierte Lebensbaum auf der BioFach. Die Schauspielerin Marion Kracht, bekannt aus der Serie „Diese Drombuschs“, lobte bei ihrem Besuch des Lebensbaum-Standes das umfassende Nachhaltigkeitskonzept. Dieses Jahr präsentiert die Bio-Marke ein neues Verpackungskonzept: Die Teebeutel-Schachteln sind ab sofort aus Frischfaser-Karton, der aus zertifizierter Waldwirtschaft stammt. Sie werden ausschließlich mit mineralöl-freien Farben bedruckt. Die Aromaschutzfolie ist aus Holzfasern gefertigt und damit kompostierbar.

Ministerbesuch bei ÖMA

Die Ökologischen Molkereien Allgäu (ÖMA) freuten sich, den baden-württembergischen Agrarminister Alexander Bonde und Ministerialdirektor Wolfgang Reimer auf dem Messestand begrüßen zu dürfen. Minister Bonde traf auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau (AöL) verschiedene Bio-Unternehmen aus dem Ländle.

Öko und fair

Rund vier Monate nach Einführung wurden die Gepa-Bioschokoladen mit fairer Bio-Milch der Milchwerke Berchtesgadener Land auf der BioFach präsentiert. Am Naturland-Stand konnten Interessierte die elf neuen Sorten probieren. Darunter finden sich beliebte Klassiker genauso wie ganz neue Rezepturen, etwa Vollmilchschokolade mit Physalis-Beere oder Grappa-Trau­be. Der Anbauverband Naturland hat Fair-Richtlinien für den Norden entwickelt.

Für die Schokoladen liefern rund 300 Naturland-Biobauern, die in der Genossenschaft Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau zusammengeschlossen sind, faire Bio-Alpenmilch.
Erstmals präsentierten die Milchwerke Berchtesgadener Land auf der BioFach in Nürnberg auch eine faire Bio-Dickmilch. Dickmilch gilt als das Ur-Sauermilchprodukt.

Schokolade mit Beeren-Kräften

Mit den Sorten Waldbeer Crunchy und Edelbitter Cranberry präsentierte der Bioschokoladen-Hersteller Vivani auf der BioFach zwei neue Schokoladen mit Vitalcharakter. Müsli 2012 ist hip, gesund, variantenreich und bietet für jeden Geschmack die richtige Mischung. Diesem Trend schließt sich Vivani an und bringt mit der Sorte Waldbeer Crunchy eine Müslischokolade auf den Markt.

Über den gesundheitlichen Nutzen von Bitterschokolade und Cranberrys wurde im vergangenen Jahr ausführlich berichtet. In erster Linie sind es die im Kakao enthaltenen Flavanole, denen positive Effekte auf das Herz-Kreislaufsystem nachgesagt werden. Cranberrys liefern ihrerseits wertvolle Antioxidantien.
Die Nachfrage nach Lebensmitteln mit Gesundheitsanspruch ist stark wie nie zuvor. Um diesem Konsumentenwunsch gerecht zu werden, haben die Produktentwickler die Sorte Edel Bitter Cranberry geschöpft.

Beide Kreationen werden zudem erstmals das „It’s one world – stop child slavery“-Siegel tragen. „Dieses Siegel wurde eigens für Vivani entwickelt. Es soll den Konsumenten zum Nachdenken anregen und aufzeigen, dass es uns wichtig ist, unter welchen Bedingungen unsere Rohstoffe angebaut werden. Wir möchten ausbeuterische Kinderarbeit, nicht nur beim Kakaoanbau, ausschließen “, erläutert Andreas Meyer.

Pure von Riedenburger

Auf der BioFach stellt das Riedenburger Brauhaus aus Bayern ihr neues biologisches Erfrischungsgetränk Pure vor mit drei Geschmacksrichtungen Kirsche-Aronia, ­Hollunder-Ingwer und Bitter Orange. Pure wird mit Agavendicksaft gesüßt. Das alkoholfreie Getränk wird durch Fermentation hergestellt. Das Wasser stammt aus dem hauseigenen Brunnen der Brauerei. Riedenburger  bringt Pure rechtzeitig zur Sommersaison auf den Markt.

Bio-Astern von Rose Saatzucht

Zu Beginn der BioFach äußerte sich Annegret Rose, Geschäftsführerin von Rose Saatzucht Erfurt, mit der Ernte des vergangenen Jahres zufrieden. „Das Wetter war günstig. Durch den warmen Herbst konnten wir bis November ernten. Das war schon ungewöhnlich“, sagt sie. Insgesamt wurden einige Tonnen Saatgut produziert, darunter zum ersten Mal Bio-Astern. Mit einer Ackerfläche von 100 Hektar ist Rose Saatzucht Erfurt weit und breit die größte Saatgut-Gärtnerei. Mehr als ein Drittel ist bereits auf ökologischen Anbau umgestellt.

Bestes neues Produkt 2012

Auf der BioFach 2012 wurde das beste neue Produkt 2012 in sieben Kategorien ausgelobt. Die Weißenhorner Molkerei lieferte die beste Neuheit bei den Milchprodukten. Die Ofencreme hat den Besuchern besonders gut gefallen. Basis ist die Weißenhorner Sahnecreme, die durch die anderen Zutaten Käse, Paprika, Kräuter und Gewürze verfeinert wird. Die Ofencreme ist zum Überbacken gedacht.

BioFach 2013

Rumänien ist das Land des Jahres auf der BioFach 2013. Das nächste Mal trifft sich die internationale  Bio-Branche vom 13. bis 16. Februar 2013 in Nürnberg. 

AG

Stimmen zur BioFach

Die Aussteller der Biofach 2012 fuhren überwiegend zufrieden nach Hause, wie ihre Kommentare nach vier Messetagen in Nürnberg zeigten.

Gerhard Walter, Einkäufer BioKorn in Aalen: „Unterm Strich waren die Kontakte gut. Wir hatten kompetente Besucher auf dem Stand von beiden Seiten: Lieferanten und Abnehmer.“
Siegfried Kewitz, Geschäftsführer Weingroßhandel Naturian: „Die BioFach war für uns okay. Eine Beteiligung steht aber jedes Jahr erneut auf dem Prüfstand. Die vielen kleinen Ladner, die wir früher in Nürnberg trafen, treffen wir heute auf der ProWein.“
Karin Artzt-Steinbrink, Geschäftsführerin der Upländer Bauernmolkerei: „Für uns ist es sehr gut gelaufen. Es hat sich gelohnt zu kommen. Der Naturkosteinzelhandel war weniger vertreten. Aber der Naturkostgroßhandel, der Fachgroß- handel, Backbetriebe und der LEH waren auf unserem Stand.“
Volkmar Spielberger, Geschäftsführer Spielberger Mühle: „Es gab wie immer ein gutes Networking. Der Austausch mit unseren Partnern war wieder eine positive Erfahrung.“
Rudolf Bühler, Vorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall zog  Bilanz: „Die BioFach war wieder eine großartige Kontaktbörse der internationalen Szene. Wir konnten auch neue Geschäfte anbahnen“.


Köche zaubern Bio-Menüs
Bio-Toque auf der BioFach 2012

Florian Kerl und Philipp Sönnichsen vom Restaurant Frau Harms Genussraum aus Ham­burg überzeugte die Jury mit ihrem Drei-Gänge-Menü beim Wettbewerb Bio-Toque 2012 auf der BioFach in Nürnberg. Bioland Präsident Jan Plagge würdigte das Siegerteam mit einer Trophäe und einem Urlaubs-Gutschein für ein Bio-Hotel.

Der zweite Platz ging an das Duo Krischan Löser und Stephanus Agiannis von Emos Bistro aus Frankfurt. Den dritten Platz erhielten Stephan Pflügler von der Allianz Bayern aus Unterföhring und Alfons Maier von den Maiers Hof-Stub’n aus Haag.

Mehr als 80 Profi-Köchinnen und Köche bewarben sich im Vorfeld mit einem Rezeptvorschlag für einen Hauptgang. Im Finale stellten zehn Finalistenteams ihr Können und ihre Kreativität unter Beweis. Alle Zutaten waren nicht nur biologisch erzeugt, sondern auch regional und saisonal.

Die Jury achteten besonders auf die Handwerkskünste, auf eine ansprechende und kreative Präsentation des Menüs und auf den Genusswert der Kreationen. Zur Jury gehörten Matthias Carl von Carl Catering, Simon Tress vom Bio-Hotel Rose, Ernst Faßnacht von der Berufsschule 3 Nürnberg, Angela Dietz vom Kompetenzzentrum für Ernährung, Jürgen Schmücking von Biogenussmarketing und Daniel Kluge von den Autostadt Restaurants.

„Mit dem Wettbewerb ‘Bio-Toque 2012’ zeigen wir, dass Bio-Gerichte mit einem hohen Qualitätsanspruch aus regionalen, saisonalen und biologischen Zutaten möglich sind“, sagte Sonja Grundnig, verantwortlich für den Außer-Haus-Bereich bei Bioland.

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