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Hofmolkerei Kühof auf Bioland-Richtlinien umgestellt

(Stuttgart, 12.03.2012) – Die regionale Hofmolkerei KüHof in Satteldorf-Gröningen arbeitet jetzt nach Bioland-Richtlinien und ist damit im näheren Umkreis die einzige Bio-Hofmolkerei.

Bereits vor dreieinhalb Jahren hatte die Familie Hofmann damit begonnen, in ihrem Milchviehbetrieb nördlich von Crailsheim nur gentechnikfreie Futtermittel aus der Region einzusetzen. Jetzt geht sie noch einen Schritt weiter: Die Hofmanns bewirtschaften ihren 115 Hektar großen Grünland- und Ackerbaubetrieb mit 80 Milchkühen konsequent organisch-biologisch. Auch die Frischmilch, den Quark sowie die Natur- und Fruchtjoghurts erzeugen sie nach den strengen Bioland-Richtlinien.

„Die herkömmliche Art des Wirtschaftens mit ihrem Zwang zu immer mehr Leistung ergab für uns keinen Sinn mehr“, erläutert der Landwirt Markus Hofmann seine Motivation. „Wir haben uns gefragt: Wo führt das hin? Was wollen wir unseren Kindern hinterlassen?“ So war es nur logisch, die gesamte Landwirtschaft und die hofeigene Molkerei komplett auf die biologische Wirtschaftsweise umzustellen.

Die Frischeprodukte aus rund 200.000 kg Milch vermarkten die Hofmanns zurzeit etwa je zur Hälfte an rund 450 Endkunden im Radius von etwa 20 Kilometern und an etwa 30 Wiederverkäufer. Dies sind vor allem EDEKA-Märkte und Hofläden zwischen Heilbronn, Bad Mergentheim, Rothenburg ob der Tauber und Dinkelsbühl. Mit der Umstellung auf Bio will die Hofmolkerei KüHof in Zukunft auch den Naturkostfachhandel beliefern.

Die Nachfrage ist da, denn sie kann beim Verbraucher neben der Öko-Qualität noch mit einem weiteren Mehrwert punkten: Die Molkerei Kühof setzt auf transparente und regionale Wirtschaftskreisläufe. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, ist die Familie Hofmann im Gespräch mit zwei weiteren Bioland-Milchbauern in der Gegend. Sie haben bereits Interesse signalisiert, bei der Molkerei mit einzusteigen und so die Belieferung mit regionaler Bioland-Milch auch bei wachsender Nachfrage zu sichern.

Dr. Christian Eichert, Geschäftsführer des Bioland Landesverbandes Baden-Württemberg, sieht im Aufbau solcher regionaler Strukturen ein zukunftsweisendes Modell: „Während in Brüssel die Aufhebung der Milchquoten und die Folgen für die Märkte diskutiert werden, entstehen hier vor Ort tragfähige Alternativen mit Vorteilen für die Bauern und Verbraucher. Die Erzeuger können sich auf dem Markt mit Bio-Produkten aus der Region profilieren und so ihre wirtschaftliche Zukunft sichern. Die Verbraucher bekommen nicht nur Milchprodukte in Bio-Qualität, sondern auch volle Transparenz über die Herstellung und Herkunft der Rohwaren.“ Wer möchte, kann sich bei einer Hof- und Molkereibesichtigung selbst davon überzeugen, wie Joghurt & Co aus Bioland-Milch in den Becher kommen.

Weitere Informationen: www.kuehof.de und www.bioland-bw.de

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