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Kuh-Kompass für Tierwohl

Messinstrument für Milchbranche in den Niederlanden

Eine Anzahl niederländischer Milchverarbeitungsbetriebe hat vor kurzem bei ihren Milchlieferanten den Kuh-Kompass eingeführt. Bei Beemster-Cono Kaasmakers, Bel Leerdammer, DOC Kaas, Vreugdenhil, Rouveen, Hochwald und De Graafstroom setzt man nun auf die präventive Wirkung dieses Tools, mit dessen Hilfe man das Wohl der Kühe stärken kann, lässt die Organisation Duurzame Zuivelketen über ihre Mitgliedsbetriebe verlauten.

Das von der Traditionskäserei Beemster-Cono Kaasmakers im Rahmen ihres Nachhaltigkeitssystems Caring Dairy entwickelte einzigartige Messinstrument ermöglicht es den Bauern, das Wohl ihrer Tiere messbar zu machen und dadurch konsequent zu verbessern. Beemster ist nicht nur Pionier bei messbarem Tierwohl und systematischer Nachhaltigkeit, sondern auch bei Weidegang.

„Mit unserem Nachhaltigkeitssystem Caring Dairy und hierin dem Kuh-Kompass arbeiten wir daran, dass sich die Situation unserer Tiere immer weiter verbessert. Neben dem Erfassungsinstrument für das Tierwohl haben wir auch einen Kompass für die Umwelt entwickelt. Der für die Bauern befindet sich in Arbeit“, erklärt Jan Roelofs, Vertriebs- & Marketingdirektor Beemster Deutschland.

Den Kuh-Kompass hat Beemster-Cono Kaasmakers für seine eigenen Betriebe auf wissenschaftlicher Basis entwickelt. Mit Hilfe eines dazu qualifizierten Tierarztes ermittelt der Bauer Werte zu den Kernbereichen Fütterung und Wasser, Tierhaltung, Tierwohl, Tiergesundheit, Melken, Arbeitsabläufe und Jungviehzucht. Eine einfache Darstellung als Siebeneck ermöglicht Übersichtlichkeit.

Neben der Messbarkeit des Tierwohls ist das Besondere, dass die Milchviehhalter durch Teilnahme am Kuh-Kompass den staatlichen niederländischen Auflagen des Betriebsgesundheitsplanes sowie der periodischen Betriebsbesuchen auf höchst praktikable Weise genügen können. Die Bauern seien begeistert von den Managementinformationen, die der Kompass sicht- und nutzbar macht, wie Duurzame Zuivelketen (nachhaltige Milchverarbeitungskette) mitteilte. Man habe mit rund zehn Prozent Teilnahme gerechnet, inzwischen hätten sich jedoch freiwillig mehr als 25 Prozent der Milchviehhalter der betreffenden Unternehmen angemeldet.

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