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"Bio für Kinder" erneut ausgezeichnet: Projektvorstellung auf der WHO-Konferen

nachhaltig, machbar und finanzierbar

Im Rahmen der 9. Jahrestagung des Netzwerks Kindergesundheit und Umwelt wurde
„Bio für Kinder“, die Gemeinschaftsinitiative von Tollwood und dem Referat für
Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München, am Freitag, den
25. September 2009, in Bonn mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Eine 16-köpfige

Expertenjury, die sich u.a. aus Vertretern des Deutschen Kinderhilfswerks e.V.,
des WHO European Center für Environment and Health (ECEH in Bonn)
oder des World Vision Deutschland e.V. zusammensetzte, hatte dafür 61
„Best Practice“-Projekte von Nichtregierungsorganisationen genau unter die Lupe
genommen. „Bio für Kinder“ überzeugte in der Kategorie „Biologische Wirkstoffe“:
Damit zeichnete die Jury die gemeinschaftsinitiative für die Verbesserung der
Nahrungsqualität von Kindern und Jugendlichen, für den Beitrag zur Erhaltung
einer gesunden Lebensgrundlage für kommende Generationen sowie für die
Ausbildung eines gesunden Ernährungsbewusstseins aus. Das Projekt
„Bio für Kinder“ soll deshalb zusammen mit den anderen Preisträger-
Projekten als „Good Practice“- Beispiel bei der WHO-Konferenz im März 2010
in Italien vorgestellt werden.

Die 9. Jahrestagung des Netzwerks Kindergesundheit und Umwelt e.V. in Bonn bildet den Abschlussworkshop
für das Projekt „Beiträge von NGOs (Nichtregierungsorganisationen) zur Umsetzung des Aktionsplanes zur

Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder in der Europäischen Region (CEHAPE).“ Teil des Projektes ist es, „Good Practice“-Beispiele im Bereich Kind / Umwelt- und Gesundheit zusammenzustellen, um damit politischen Forderungen nach einer Verbesserung der umweltbedingten Gesundheitsvorsorge von Kindern Nachdruck zu verleihen. Aus den 61 Projekten zeichnete das Netzwerk 16 Projekte in insgesamt acht Kategorien (u.a. Lärm, Wasser, Bewegung) aus. Sie sollen – gemeinsam mit einem Forderungskatalog der Kinderagenda – bei der „5. Ministerkonferenz der Europäischen Umwelt- und Gesundheitsminister" (WHO-Konferenz) vorgestellt werden, die vom 10. bis zum 12. März 2010 in Parma, Italien, stattfindet.

Das Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt e.V.:

Das Netzwerk Kindergesundheit und Umwelt e.V. wurde 2001 mit dem Ziel gegründet, schädliche Umwelteinflüsse
auf Kinder auf einer politischen Ebene deutlich zu machen. Eines der ersten Projekte war die Verabschiedung der „Kinderagenda 2001“, es folgte die Entwicklung umweltmedizinischer Leitlinien für Kinderärzte. Mitglieder des
Netzwerks sind u. a. der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), der Deutsche Berufsverband
der Umweltmediziner (dbu), die National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in
Deutschland oder der Ökologische Ärztebund. Weitere Informationen unter: www.netzwerk-kindergesundheit.de.

Bio für Kinder:
Die Gemeinschaftsinitiative von Tollwood und dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt
München startete im Mai 2006 das Pilotprojekt „Bio für Kinder.“ Ziel dieses Projektes ist es, Münchens Nachwuchs
in Kindergärten und Schulen mit 100 Prozent Bio-Kost zu versorgen. Die „Anschubfinanzierung“ für die Umstellung übernehmen aktuell 30 Münchner Unternehmen, die die Einrichtungen als Paten mit einer Gesamtfördersumme
von über 450.000 Euro unterstützen. Damit können derzeit 27 Einrichtungen, in denen über 2.000 Kinder und
Jugendliche betreut werden, auf Bio-Kost umstellen. „Bio für Kinder" hat auch eine Debatte um das Thema Schul-
und Kindergartenverpflegung angestoßen: Nach einem Stadtratsbeschluss der Stadt München im Juli 2007 soll die Verpflegung aller städtischen Kindergärten und Horte bis 2010 einen Bio-Anteil von 50 Prozent des Wareneinsatzes beinhalten. Nicht nur in München kommt das Projekt gut an: Städte wie Nürnberg, Berlin und Bremen bekundeten
bereits Interesse an dem mehrfach prämierten Konzept: „Bio für Kinder“ erhielt 2007 den Healthy-Cities-Award
„Grüner Apfel“ der Weltgesundheitsorganisation sowie den Umweltpreis der Stadt München und zuletzt im September 2008 den „Frankfurter Preis der deutschen Gemeinschaftsverpflegung“.

Weitere Informationen unter www.bio-fuer-kinder.de.

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