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CMA und ZMP nicht auf der BioFach

CMA und die ZMP haben ihre Messeauftritte auf der BioFach in Nürnberg abgesagt, wie die Messe Nürnberg bestätigte. Damit tat sich kurz vor Messe-Beginn in den Hallen eine Lücke auf. „Die Fläche wird nicht leer bleiben. Das Thema, das vorgesehen war, wird stattfinden“, gab Barbara Böck von der Nürnberg Messe bekannt. Das Gastro-Forum für Bio in der Außer-Haus-Verpflegung wird unter der Regie von Rainer Roehl laufen.

Grund für den Rückzug der CMA und ZMP von der BioFach ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Absatzfondsgesetz. Die Richter haben das Paraphenwerk für nichtig erklärt. Beide Unternehmen werden aus dem Fond finanziert und sind künftig ohne Mittel.

Neben den Messeauftritten fällt auch die Selly 2009 aus. 500.000 Euro beträgt der Etat für den Bio-Handelswettbewerb. Die Hälfte stammt aus EU-Mitteln, die verloren gehen, wenn der nationale Anteil nicht fließt. Wolfgang Reimer, Abteilungsleiter Öko-Landbau im Ernährungsministerium, glaubt nicht daran, dass die Politik die CMA erhalten wird: „Die CMA wird liquidiert.“ Soll die Selly  fortgeführt werden, müsste ein neuer Träger gefunden werden. Fördergelder könnten beim Bundesprogramm Ökolandbau nach der Richtlinie zur Absatzförderung beantragt werden, wie Reimer anmerkt.

Die Bio-Brotbox, die ebenfalls von der CMA gefördert hat, ist nicht betroffen. „Die Aktionen laufen weiter unabhängig von der CMA. Sie werden überwiegen durch Geld- und Produktspenden der Wirtschaft getragen“, erklärte Annette Mörler von der Informationsstelle Bio-Brotbox.

Den Beziehern der Zeitschrift Ökomarkt Forum teilte die ZMP mit, dass die Publikation im März unter Umständen nicht mehr ausgeliefert wird. Die Messe-Aktivitäten wurden bereits heruntergefahren. „Stand und Pressekonferenz auf der Biofach sind abgesagt. Die Vorträge im Kongress-Programm gibt es noch“, erklärt Pressereferent Johannes Funke. Die Weiterführung der ZMP beurteilt Wolfgang Reimer positiv: „Es gibt gesetzliche Berichtspflichten an die EU, die erfüllt werden müssen“.

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