Österreich
ÖSTERREICH: Öko-Gemüse stark gefragt
(ZMP) Auch in Österreich ist die Nachfrage nach Bio-Gemüse 2005 stark gestiegen. Für das Jahr 2006 erwartet der Bio-Dachverband Bio Austria für die Vermarktung von Bio-Gemüse über den Lebensmitteleinzelhandel einen Absatzanteil von sechs Prozent. 2005 war dieser Anteil bereits auf fünf Prozent gestiegen. Der Umsatzanteil erreichte im Vorjahr 5,3 Prozent.
Ähnlich wie in Deutschland ist der Markteinstieg der Discounter Motor der aktuellen Entwicklung. 2005 wurden laut Bio Austria rund 4.800 Tonnen Bio-Möhren, 2.100 Tonnen Zwiebeln, jeweils mehr als 1.000 Tonnen Tomaten und Zucchini sowie jeweils rund 200 Tonnen Brokkoli und Paprika verkauft. Bio-Gemüse wird vor allem im Seewinkel im Burgenland, im Marchfeld in Niederösterreich, im Eferdinger Becken in Oberösterreich sowie in der Südosteiermark erzeugt. 2004 belief sich die Freilandbaufläche auf rund 1.100 Hektar.
Um den Qualitätsansprüchen des Handels besser gerecht werden zu können, haben sich immer mehr Betriebe auf den Anbau einiger weniger Kulturen spezialisiert. Dies erhöht aber auch die Abhängigkeit vom Markt und ist insbesondere beim Anbau unter Glas beziehungsweise Folie auch mit hohen Investitionen verbunden. Der Preisdruck wächst, wie Bio Austria feststellt.
Positiv entwickelt sich neuerdings aber auch der Bio-Fachhandel, der bisher, anders als in Deutschland, nicht so bedeutsam war. In der Stärkung dieses Vertriebsweges sieht man einen möglichen Ausweg aus der Preisfalle. ak







