Start / Naturland mit Wildfisch-Projekten

fish international

Naturland mit Wildfisch-Projekten

Auf der fish international kündigte der Verband die ersten Produkte an

Zur fish international 2008 vom 10. bis 12. Februar kamen 11.400 Fachbesucher nach Bremen „Nachhaltigkeit, Bio-Fisch und die neuesten Entwicklungen in der Aquakultur standen auf der fish international 2008 in Bremen im Fokus der Branchengespräche. Das zeigt uns, dass unser Konzept, zusätzlich zu der Ausstellung, aktuelle Themen mit Experten und Praktikern in einem hochkarätig besetzten Rahmenprogramm anzubieten, voll aufgegangen ist“, sagt Messechef Hans Peter Schneider. Die dazu angebotenen Foren seien gut besucht gewesen.

400 Aussteller aus 40 Nationen zeigten an drei Tagen auf der fish international eine große Bandbreite an neuen Erzeugnissen. Die Qualität der Besucher habe sich weiter verbessert. „Wir haben deutlich mehr Entscheider vor Ort gehabt", erklärte Messechef Schneider. Eine Feststellung, die auch Aussteller wie Katrin Runge von der Gottfried Friedrichs KG unterstrichen.

Die „Deutsche See" präsentierte Bio-Fisch und Bio-Meeresfrüchte aus Aquakulturen. „Wir haben viele gute Gespräche führen und interessante Kontakte knüpfen können. Was uns besonders freut, ist die Tatsache, dass das Thema Nachhaltigkeit keine untergeordnete Rolle mehr spielt," zieht Andreas Kremer, Leiter Unternehmenskommunikation von „Deutsche See" ebenfalls eine positive Bilanz. 

Bei der Fish International stellte Naturland neue Projekte vor. „Seit letztem Jahr haben wir neben der ökologischen Aquakultur, die kräftig wächst, auch neu Richtlinien für anerkanntnachhaltige Fischerei. Wir rechnen bald mit ersten Produkten, die unser Qualitätszeichen ‚Naturland Wildfisch’ tragen", erklärt Michael Stienen, Geschäftsführer der Naturland Zeichen GmbH. 

Das Qualitätszeichen ‚Naturland Wildfisch’ dient dazu, Verbrauchern auch beim Wildfisch eine nachhaltige Alternative anzubieten. Die Naturland Richtlinien vereinen ökologische, soziale und ökonomische Aspekte und fördern stabile Kooperationen. Fischer, die in aktuellen Naturland Projekten betreut werden, schützen ihr Ökosystem durch überwachte Fangmengen und dürfen keine kritischen Fangpraktiken wie etwa Grundschleppnetze anwenden. Integrierte Sozialrichtlinien zielen darauf hin, dass menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen der Fischer in der Region gesichert werden. Naturland erwartet, dass diese Argumente zunehmende Tragweite erhalten, denn die Fischbestände sind weltweit unter Druck und Fischer gehören generell zu den ärmsten Bevölkerungsgruppen.

Hinzu kommt die Sicherung von Fischereierzeugnissen als besonders hochwertige, gesunde Nahrungsmittel, die auch nach den Naturland Richtlinien verarbeitet werden. Als heimischer Verarbeiter präsentiert sich am Naturland Stand Rügens einzige Lachsmanufaktur - die Rügen Rauch GmbH mit Kilkieran Öko-Lachs von der irischen Westküste, der in Handarbeit zu Graved - und Räucher-Lachs veredelt wird. Zweiter Verarbeiter am Stand ist die Erich Geiger Fischhandel & Produktion aus Meersburg am Bodensee mit Shrimps, Tilapia und  Fischstäbchen.

Als internationale Erzeuger sind die Kefalonia Fisheries S.A. vertreten. Der Naturland Partner in Griechenland hat sich auf mediterrane Arten wie Öko-Dorade und -Loup de Mer spezialisiert. Schließlich stellt die Schweizer Balanced Food AG mit dem Pintado und dem Arapaima aus dem brasilianischen Amazonasgebiet zwei vielversprechende Kandidaten für die Ökologische Aquakultur vor.

[ Artikel drucken ]

Ticker