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Edeka übernimmt Mehrheit bei Plus

Tengelmann behält 30 Prozent der Anteile an dem Discounter

Der Bieterkampf um Plus ist entschieden. Die Edeka wird das Netz des Tengelmann-Discounters, der sich in den vergangenen Jahren mit Bio profiliert hat, übernehmen. Das Geschäft von Netto und Plus soll nun in eine neue Gesellschaft überführt werden, an der Edeka 70 Prozent hält und die Tengelmann-Gruppe 30 Prozent, wie Tengelmann und Edeka mitteilten.Damit hat sich Edeka gegen den Konkurrenten Rewe durchgesetzt. Rewe-Chef Alain Caparros betonte in Köln, er habe nicht „jeden Preis zahlen wollen“.

„Für mich macht eine Partnerschaft mit Edeka richtig viel Sinn, da sich die Konzepte, aber auch die Filialnetze von Plus und Netto geographisch geradezu ideal ergänzen“, erklärte Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub. Die Tengelmann-Tochter Plus schrieb zuletzt rote Zahlen. Das war ausschlaggebend für den Verkauf der Mehrheit.

Die 2.900 Verkaufsstellen kamen zuletzt auf Erlöse von knapp sieben Milliarden Euro. Netto strebt mit seinen 1.300 Filialen in diesem Jahr einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro an, Mit dem Zusammenschluss von Netto und Plus entsteht ein neuer Discounter-Riese. Nach Marktführer Aldi und Lidl wird die Edeka-Tochter dann mit großem Vorsprung vor Penny zum drittgrößten Discounter.

Plus hat als erster Discounter 2002 unter der Eigenmarke BioBio biologische Lebensmittel eingeführt. Mit mehr als 100 Artikeln ist es das umfangreichste und ambitionierteste Bio-Angebot im Discount.

 Die Zusammenarbeit soll sich jedoch nicht nur auf die Discounter-Töchter beschränken. Die beiden Handelkonzerne vereinbarten auch eine Einkaufskooperation zwischen Kaiser's Tengelmann und Edeka. Auch hier wird bereits über einen Verkauf spekuliert.


 

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