Markt
Monopolkommission warnt vor wachsender Machtkonzentration im LEH
Angesichts einer zunehmenden Marktkonzentration im Lebensmitteleinzelhandel und in Teilen der Lebensmittelindustrie schlägt die Monopolkommission Alarm. In ihrem im November 2025 veröffentlichten Sondergutachten zur Wettbewerbssituation entlang der Lebensmittellieferkette kommt das unabhängige Beratungsgremium der Bundesregierung zu dem Schluss, dass die Marktmacht sich immer mehr bei wenigen großen Handelsketten und einigen Herstellern bündelt – zulasten von Verbrauchern sowie landwirtschaftlichen Betrieben.
Nach Angaben der Kommission kontrollieren Edeka, Rewe, die Schwarz-Gruppe (Lidl) und Aldi inzwischen rund 85 Prozent des deutschen Lebensmitteleinzelhandels. Grund dafür seien die Fusionen der letzten Jahre. Zudem dehnen die Handelsunternehmen ihre Aktivitäten immer weiter auf die vorgelagerte Marktstufe der Lebensmittelproduktion aus. Diese vertikale Integration verschärfe ihre Verhandlungsmacht gegenüber Herstellern. Auch in der verarbeitenden Lebensmittelindustrie beobachtet die Kommission eine bedenkliche Marktkonzentration.
Damit sich dieser Trend nicht weiter fortsetzt, fordert das Gremium strengere Fusionskontrollen entlang der gesamten Lieferkette. Die Kommission mahnt zudem wirksamere Maßnahmen gegen Machtmissbrauch und unfaire Handelspraktiken an.







