Obst und Gemüse: Bio boomt auf niedrigem Ausgangsniveau
Möhren mit 50 Prozent Absatzplus
(DBV) Die Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Produkten hat im Jahr 2005 weiter zugenommen. Der Boom erstreckt sich auf fast alle Öko-Produkte, vor allem aber auf Obst und Gemüse. Die umsatzstärkste Warengruppe am Bio-Markt ist Frischgemüse, von dem im vorigen Jahr 31 Prozent mehr abgesetzt wurde. Dies stellt der Deutsche Bauernverband (DBV) aufgrund einer Auswertung der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) fest.
Möhren erzielen mit einem Wachstum von 50 Prozent das größte Plus. Der Absatz von Frischobst ist sogar um 42 Prozent gestiegen - ein Zuwachs, der vor allem mit dem größeren Interesse an Bananen, Äpfeln und Zitronen aus biologischer Erzeugung zusammenhängt. Zusammen mit den Kartoffeln machen diese drei Produktgruppen rund die Hälfte des Bio-Umsatzes in Deutschland aus. Betrachtet man den Gesamtabsatz von Obst und Gemüse in Deutschland, kam Bio-Obst 2005 allerdings nur auf einen Anteil von zwei und Öko-Gemüse auf einen Anteil von vier Prozent.
Vor allem der traditionelle Lebensmitteleinzelhandel - und hier vor allem die Discounter - verstärkte im Frühherbst seine Aktivitäten im Bio-Bereich. Inzwischen bieten nahezu alle großen Discount-Unternehmen Bio-Obst und Bio-Gemüse an. Dies führt zu einer deutlichen Verschiebung der Vermarktungsanteile. So werden inzwischen knapp 70 Prozent der Bio-Möhrenernte über Discounter verkauft. Der Bio-Fachhandel (einschließlich der Bio-Supermärkte) hatte 2005 nur noch einen Anteil von sieben Prozent an den Verkaufsmengen.
Mit dem verstärkten Einstieg der Discounter in die Bio-Segmente verstärkte sich im Handel der Wettbewerb um die Marktanteile. Die Verbraucherpreise sacken im Herbst stark nach unten und konnten sich erst im Dezember allmählich wieder festigen. Die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Einkaufsstätten haben sich im Verlauf des Herbstes verringert.







