Start / Ausgaben / BioPress 47 - Mai 2006 / Bio auf der Messe lohnt sich

Bio auf der Messe lohnt sich

Bund fördert vorbildliche Messebeiträge zum Öko-Lanbau

Mit großem Erfolg ist die Bio-Branche in die Messesaison 2006 gestartet. Nicht nur auf den fachspezifischen Messen wie der Bio Fach steigt die Zahl der Aussteller ökologischer Produkte jährlich. Auch auf nationalen wie internationalen Verbraucher- und Landwirtschaftsmessen nimmt Bio einen immer größeren Raum ein. Auf Grund des großen Interesses von Verbrauchern und Lebensmitteleinzelhandel an Bio-Produkten sind Messen eine ideale Plattform, um publikumswirksam über Neuheiten und Besonderheiten auf dem Bio-Markt zu informieren. Herausragende Messebeiträge unterstützt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) voraussichtlich noch bis Ende 2007 mit Fördergeldern im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau.

"Wir fördern vorbildliche Ausstellungsprojekte, die in besonderem Maße die Bedeutung des ökologischen Landbaus hervorheben", erklärt Michael Diewald von der Geschäftstelle des Bundesprogramms. Der Diplom-Agraringenieur ist Ansprechpartner für Unternehmen und Verbände, die einen Zuschuss zur Realisierung eines Messestands beantragen möchten. Kleine und mittelständische ökologisch wirtschaftende Betriebe können die Fördergelder ebenso in Anspruch nehmen wie Verbände, Vereine und Stiftungen der Bio-Branche.

Engagement für den Öko-Landbau ist oberstes Kriterium

Voraussetzung für eine Förderung ist die Teilnahme an einer überregionalen oder internationalen Messe, in deren Mittelpunkt nicht ausschließlich die Bio-Branche steht. Zuschüsse für Messen wie die Bio Fach sind ausgeschlossen. "Damit das Bundesprogramm die Zuwendung gestatten kann, müssen die Unternehmen und Verbände ihren Förderantrag unbedingt vor der Anmeldung zur Messe in der Geschäftsstelle einreichen", betont Michael Diewald.

Ein formloser Antrag mit einer kurzen Beschreibung des Projekts reiche völlig aus, um die Zuwendungsvoraussetzungen zu prüfen. "Die verbindlichen Formulare füllen wir später gern gemeinsam mit den Antragstellern aus. Im Vordergrund steht zunächst das konkrete Projekt, das der Förderung des ökologischen Landbaus zugute kommen soll. Ziel ist es, dass die Unternehmen nicht allein über ihre Produkte informieren, sondern auch über den Öko-Landbau allgemein." Daher können Projekte, die ausschließlich auf ein Produkt oder eine Erzeugerregion beschränkt sind, nicht unterstützt werden.

Zuschuss zu Standmiete, Medientechnik und Infomaterial

Wird der Antrag auf Zuwendung zur Messeförderung gebilligt, übernimmt der Bund bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Netto-Ausgaben. Gefördert werden generell die Kosten für die Anmietung der Standfläche inklusive Energie- und Entsorgungskosten sowie des Beitrags für den Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA-Beitrag).

Darüber hinaus werden die Ausgaben für projektspezifisches Zubehör, das eigens für die geförderte Maßnahme angeschafft wird, sowie die Druckkosten für Informationsmaterialien zum Messeauftritt bezuschusst. Dabei muss die Summe der förderfähigen Aufwendungen mehr als 2.000 Euro betragen. Die Höchstgrenze des Zuschusses pro Messeauftritt variiert je nach Größe der Standfläche und Anzahl der Aussteller. Teilen sich verschiedene Anbieter einen Messestand, werden diese Gemeinschaftsstände mit bis zu 39.000 Euro gefördert. Für Einzelaussteller liegt die Förderhöchstgrenze bei 7.900 Euro je Veranstaltungsbeitrag. Unternehmen und Verbände können über einen Zeitraum von drei Jahren Fördergelder in Höhe von maximal 100.000 Euro für unterschiedliche Messebeiträge in Anspruch nehmen.

Auf einen Blick

Voraussetzungen für die Förderung von Messebeiträgen durch das BMELV

  • Gefördert werden Projekte und Beiträge auf überregionalen und internationalen Messen und Ausstellungen, die nicht ausschließlich die Bio-Branche betreffen.

  • Der Zuwendungsempfänger muss eine Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland haben.

  • Der Antrag auf Förderung muss spätestens drei Monate vor Veranstaltungsbeginn in der Geschäftsstelle des Bundesprogramms Ökologischer Landbau eingereicht werden. Ein formloser Antrag genügt zur Wahrung der Frist.

  • Der Antrag muss vor der Anmeldung zur Messe erfolgen.

  • Eine Förderung kann nur gewährt werden, wenn die geschätzten Aufwendungen 2.000 Euro überschreiten.

  • Innerhalb von drei Jahren werden die Aussteller mit maximal 100.000 Euro gefördert.

Nicht zuwendungsfähig sind:

  • Personalkosten, unbare Eigenleistungen wie bereits vorhandene Messestände sowie Ausgaben für Reparaturen und Ersatzteile. Spätestens zwei Monate nach dem letzten Messe- oder Ausstellungstag müssen die Aussteller die Verwendung der Fördergelder nachweisen. Interessenten können sich an die Geschäftstelle des Bundesprogramms Ökologischer Landbau in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wenden:

Kontakt

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau
Dipl.-Ing. agr. Michael Diewald
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Telefon: 0228/6845-3178
E-Mail: michael.diewald@ble.de
www.ble.de
www.bundesprogramm.de


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