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Keine Entscheidung über Beteiligungs-Verhältnisse

Hauptversammlung bei der basic AG in München

Auf der Hauptversammlung der nicht börsennotierten basic AG in München wurde der Einstieg der Schwarz-Gruppe unter den Aktionären kontrovers diskutiert. Am 20. Juli 2007 hatte basic den Einstieg der Schwarz-Gruppe im Rahmen einer Minderheiten-Beteiligung gemeldet.

Ein Teil der Aktionäre denkt aktuell über den Verkauf ihrer Aktien nach, was zu einer Mehrheit der Schwarz-Gruppe bei basic führen könnte. Der Aufsichtsrat machte den Aktionären auf der Hauptversammlung ein Verkaufsangebot, das sechs Wochen lang Gültigkeit hat. Der basic-Mitbegründer und Aktionär Georg Schweisfurth rief jedoch seine Mitaktionäre auf, sich nicht vorschnell für einen Verkauf zu entscheiden.

Mit Hilfe der Kooperation mit der Schwarz-Gruppe verfolgt basic das Ziel, das Expansionstempo in den nächsten Jahren deutlich zu beschleunigen. Auch auf der Hauptversammlung wiederholten die Vorstände wieder ihre Aussage, dass basic seine Eigenständigkeit im Rahmen der Zusammenarbeit behalten werde. Eine Zusammenarbeit hinsichtlich der Verwaltung und des Warengeschäfts ist nicht geplant. Vorstandsvorsitzender Josef Spanrunft dazu: „Für die Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten ändert sich durch das Engagement nichts.“

Spanrunft betonte auch, dass den Bio-Herstellern ein größerer Absatzmarkt geboten werden müsse, als das heute der Fall sei. „Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Fachhandels-Marken zukünftig verstärkt über den konventionellen Handel angeboten werden und der Bio-Fachhandel mittelfristig das Nachsehen haben wird. Und das kann auch nicht im Sinne der Kunden sein, denn nur der Fachhandel bürgt für höchste Bio-Qualität und Produkt-Vielfalt“, so der Vorstandsvorsitzende. Auch müsse der heimischen Urproduktion ein Anreiz zur Umstellung geboten werden, denn sonst drohe der Bio-Boom an der heimischen Landwirtschaft vorbei zu gehen. Auch Finanz- Vorstand Johann Priemeier bestärkte noch einmal seine Aussage, „dass der Schub, den die Bio-Branche jetzt nötig hat, um die drei Prozent Hürde zu knacken, nur mit Hilfe von außerhalb möglich ist.“

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