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Friedensnobelpreis für das Welternährungsprogramm

Der diesjährige Friedensnobelpreis ging an das Welternährungsprogramm der UN (WFP) für dessen weltweiten Kampf gegen den Hunger und die Verbesserung der Friedensbedingungen in Konfliktgebieten. Er ist mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 950 000 Euro) dotiert.

Seit Anfang der 1960er kämpft das WFP rund um den Globus gegen den Hunger: Es seien insgesamt mehr als 17.000 Helfer im Einsatz, um jedes Jahr etwa 100 Millionen Menschen mit Essen zu versorgen. Nach eigenen Aussagen habe es im letzten Jahr 4,2 Millionen Tonnen Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt und 2,1 Milliarden Dollar (1,78 Milliarden Euro) als Bargeld und in Form von Gutscheinen an Notleidende ausgegeben.

WFP-Pressesprecherin Bettina Lüscher betonte, wie wichtig die Arbeit der Organisation gerade in Zeiten von Corona sei. Man befürchte eine Verdoppelung der Zahl der Menschen, die akut Hunger leiden.

Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner gratulierte dem WFP. Sie betonte, ihr Ministerium unterstütze die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen, die FAO, mit jährlich mehr als 34 Millionen Euro.

Die Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter wiesen darauf hin, die Preisvergabe sei ein eindeutiges Plädoyer gegen nationale Alleingänge: „Als größte Nothilfeorganisation der Welt hat das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen wesentlichen Anteil an der Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung in Krisensituationen. Das ist ein zentraler Beitrag zur Stabilisierung der Lage in Konfliktregionen und für die Friedensförderung weltweit.“

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