Zucker muss als "sensibles Produkt" bei den WTO-Verhandlungen eingestuft werden
Hannover. Auf Drängen Niedersachsens haben sich die Agrarminister der deutschen Bundesländer dafür ausgesprochen, bei den laufenden WTO-Verhandlungen neben Milchprodukten auch Zucker als sog. sensibles Produkt einzustufen. "Die Forderung in den WTO-Verhandlungen nach einem erweiterten Marktzugang für Agrarprodukte darf keine völlig offene Flanke für besonders betroffene Produkte bedeuten" warnte Minister Hans-Heinrich Ehlen im Vorfeld der Entscheidung. "Nur wenn es gelingt, auch Zucker als sensibles Produkt in der nächsten WTO-Vereinbarung zu verankern und so sicherzustellen, dass hier nur ein verminderter Zollabbau durch die EU angewendet werden muss, ist der Rübenanbau in der EU überhaupt aufrecht zu erhalten. Die Anwendung des sonst zu erwartenden, normalen Zollabbaus würde keinen hinreichend wirksamen Außenschutz mehr darstellen. Zusätzlicher Preisdruck und weitere Reformen wäre die Folge und könnten das Ende der EU-Zuckerproduktion bedeuten!"
Die WTO-Rahmenvereinbarung legt fest, dass jedes WTO-Mitglied eine begrenzte Anzahl von Agrarerzeugnissen im Hinblick auf die Umsetzung der noch abzuschließenden Verhandlungen der Doha-Runde als sensibel deklarieren kann. Für diese Produkte soll der Zollabbau dann geringer sein, als im Durchschnitt vereinbart werden wird.
Herausgeber: Nds. Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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