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GVO: DIE UNMÖGLICHE KOEXISTENZ

Treffen mit dem Europäischen Umwelt-Kommissar

Letzten Freitag, 20. April, nahmen COAG und CPE an einem zweistündigen Treffen mit Umweltkommissar Hrn. Stavros Dimas teil, um ihre Position gegen GVO zu erklären. Sowohl für COAG als auch für CPE ist die Koexistenz zwischen Landwirtschaft mit und Landwirtschaft ohne GVO unmöglich. GVO-Kontamination ist unvermeidbar.

Andoni García (COAG) erklärte dem Kommissar, dass "GVO das soziale Modell fairer, nachhaltiger Landwirtschaft zerstören und die Einführung intensiver Landwirtschaftsmodelle ohne Landwirtinnen und Landwirte beschleunigen, intensive Landwirtschafts-Modelle, die die Umwelt schaden, indem sie Monokulturen fördern und Biodiversitätsverlust bewirken, während sie gleichzeitig weder Nahrungssicherheit noch Gesundheit gewährleisten".

Darüber hinaus erklärte er dem Kommissar die gegenwärtige Situation im Hinblick auf GV-Feldpflanzen in Spanien, wobei er die Tatsache hervorhob, dass es dort viele Fälle von GV-Kontamination gibt, aber wo es durch das Fehlen angemessener Kontrollen, Prüfungen und öffentlichen Zugangs zu Informationen dazu gekommen ist, dass niemand wirklich weiß, wo und wieviel Hektar GVO-Feldpflanzen angebaut sind, noch das tatsächliche Ausmaß der Kontamination bekannt ist. Deshalb gibt es in Spanien keine Trennung zwischen genetisch verändertem und nicht genetisch verändertem Mais.

Guy Kastler (CPE) führte aus, dass "das Kontaminationsproblem verallgemeinert wird, nicht durch Trennabstände verhindert wird und Konflikte zwischen Bauern erzeugt. Neue Studien zeigen, dass ein beobachtetes Ansteigen der Bienensterblichkeit ebenfall mit GVO-Kontamination in Zusammenhang stehen könnte. Deshalb haben wir den
Kommissar darum gebeten, eine Laborstudie zu dem Thema zu veranlassen. Es ist klar, dass GVO negative Auswirkungen auf die Biodiversität haben und den Einsatz von traditionellen Samen und Sorten sowie die Möglichkeit für Bauern, ihr Saatgut wiederzuverwenden verhindern werden".

In Frankreich befürworten Kooperativen wie Limagrain, Euralis & Lurberri GVO bei ihren Mitgliedern mit der Absicht, sie zu zwingen einen Vertrag zu unterzeichnen. Das bedeutet, dass solche Bauern, egal ob sie GVO anbauen oder nicht, nicht weiter in der Lage sein werden zu entscheiden, bei wem sie kaufen oder an wen sie verkaufen.

CPE und COAG fordern alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union dazu auf, die Beschlüsse des EU-Umwelt-Rats vom 18. Dezember 2006 ernsthaft zu bedenken und ihr Gewicht hinzuzufügen für die Ablehnung von GVO oder
regionale oder nationale Moratorien zu beschließen. Sie erinnern auch den Kommissar an die dringende Notwendigkeit, dasselbe auf Europäischer Ebene zu tun.

Kontact : COAG: Andoni Garcia: tel: +34 636451569 e-mail: andoni@coag.org
CPE: Guy Kastler tel: + 336 03 945721 e-mail: guy.kastler@wanadoo.fr

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