Wirtschaftliche Entwicklung bei Öko-Betrieben positiv
(ZMP) - Die Öko-Betrieb können im Wirtschaftsjahr 2005/06 (1.Juli 2005 bis 30. Juni 2006) auf ein positives Unternehmungsergebnis blicken. Dies geht aus dem Situationsbericht 2007 der deutschen Landwirtschaft des DBV hervor, der kürzlich veröffentlicht wurde.
Die Grundlage der Analyse zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Landwirtschaft bilden zirka 20.000 Jahresabschlüsse von landwirtschaftlichen Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben. Diese Buchführungsabschlüsse der LAND-DATA, des landwirtschaftlichen Buchführungsverbandes und der regionalen Verbandsbuchstellen wurden repräsentativ anhand der Verteilung der Betriebe nach der Agrarstrukturerhebung hochgerechnet.
Bei den Haupterwerbsbetrieben konnten 257 Betriebe mit ökologischem Landbau mit ausgewertet werden, zwei Drittel davon stellen Milchviehbetriebe dar. Anders als bei den konventionellen Betrieben entwickelten sich die Bio-Milcherlöse stabil. Das Unternehmensergebnis konnte um 9,6 Prozent auf 44.500 Euro anwachsen, das je Familien-Arbeitskraft 31.500 Euro entspricht. Mit 17.900 Euro bekommen die Öko-Betriebe deutlich höhere Zahlungen aus Agrarumweltmaßnahmen bzw. Flächenprämien für den Öko-Landbau als die konventionellen Höfe (2.900 Euro).
Insgesamt hat sich die wirtschaftliche Lage der Landwirtschaftsbetriebe im Betrachtungszeitraum durchschnittlich kaum verbessert. Allerdings gibt es je nach Produktionsschwerpunkt der Betriebe einige Unterschiede. Das Unternehmensergebnis der ausgewerteten 19.300 Haupterwerbsbetriebe (Personengesellschaften und Einzelunternehmen) ging von 32.600 Euro auf 31.700 Euro zurück, was einen Rückgang um 2,9 Prozent bedeutet. Gründe hierfür liegen in den steigenden Kosten für Treibstoffe und Energie sowie in zurückgehenden Erlösen für Milch und Getreide. Auch die Bruttoinvestitionen sanken wieder und zwar um rund 5 Prozent auf durchschnittlich 27.800 Euro pro Betrieb.







