Biodiesel
Faires Frühstück im Bundestag
45.000 Unterschriften für globale Ernährungswende übergeben
Ökologischer Landbau und Fairer Handel müssen zum Leitbild einer globalen Ernährungswende werden. Deshalb fordern rund 45.000 Menschen mit ihrer Unterschrift die Bundesregierung auf, sich auf nationaler wie internationaler Ebene für eine klima- und standort-angepasste kleinbäuerliche Landwirtschaft einzusetzen. Die Unterschriftenaktion bildet den Abschluss der gemeinsamen Kampagne Öko + Fair ernährt mehr! von Naturland und dem Weltladen-Dachverband.
Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, nahm die Unterschriften im Bundestag entgegen. Die Übergabe der Unterschriften fand vor Beginn der Plenarsitzung im Rahmen eines vom Forum Fairer Handel veranstalteten Fairen Frühstücks im Paul-Löbe-Haus des Bundestags statt. Neben Staatssekretär Fuchtel waren alle Mitglieder der Ausschüsse für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Menschenrechte und humanitäre Hilfe sowie Ernährung und Landwirtschaft eingeladen.
Die Projektkoordinatorinnen von Öko + Fair ernährt mehr!, Agnes Bergmeister (Naturland) und Anna Hirt (Weltladen-Dachverband), nahmen die Gelegenheit wahr, an den engen Zusammenhang zwischen dem Hunger in der Welt, Umweltzerstörung und einer nur auf Profitmaximierung hin orientierten Agrarindustrie zu erinnern. Bestes Beispiel hierfür sind die Folgen der Massentierhaltung. So produzieren Länder wie Brasilien auf riesigen Flächen Futtermittel wie Soja für den Export nach Europa. Folgen sind die Zerstörung von Urwäldern, der Verlust von Artenvielfalt, aber auch Menschenrechtsverletzungen, wenn etwa Kleinbauern von ihren angestammten Feldern vertrieben werden.
Die so ermöglichte Überproduktion von billigem Fleisch in Europa führt wiederum dazu, dass die Überschüsse mithilfe von EU-Exportsubventionen in afrikanische Länder verramscht werden. Das zerstört lokale Märkte und entzieht den dortigen Kleinbauern ihre Lebensgrundlage.
„Nur eine globale Ernährungswende hin zu einer ökologisch und kleinbäuerlich ausgerichteten Landwirtschaft kann diesen Teufelskreis aus Hunger und Armut durchbrechen. Darin sind sich die Experten der Vereinten Nationen schon lange einig“, betonten Bergmeister und Hirt. Dass auch die Verbraucher dies verstanden haben, zeige der große Erfolg der Unterschriftenaktion wie auch die steigende Nachfrage nach ökologisch produzierten und fair gehandelten Produkten. „Jetzt ist es an der Politik, endlich zu handeln“, fügten die beiden Projektkoordinatorinnen hinzu.







