Start / Bundesratsinitiative zum Verbot von Glyphosat

Bundesratsinitiative zum Verbot von Glyphosat

BNN begrüßt die Entschließung und fordert schnelle Umsetzung

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) fordert von der Bundesregierung ein rasches Verbot der Glyphosatanwendung zur sogenannten Ernteerleichterung (Sikkation). Durch diese auch als Totspritzen bekannte Behandlung mit einem Totalherbizid wenige Tage vor der Ernte entstehen die im Vergleich höchsten Rückstände auf Lebensmitteln; beispielsweise bei Getreide. 

Am vergangenen Freitag war eine Initiative, ausgehend von Baden-Württemberg, zum Verbot von Vorerntebehandlungen mit Glyphosat im Bundesrat erfolgreich. Ein solches Verbot des Pestizids nützt auch dem Ökolandbau, da so die Gefahr von Abdrift auf benachbarte Flächen verringert werden kann. In den letzten Jahren sind durch mehrere Studien Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Glyphosat aufgekommen.

„Das Totalherbizid Glyphosat wird noch immer zur Vorerntebehandlung eingesetzt. Die dadurch entstehenden Risiken einer Kontamination von konventionellen Feldern ohne Glyphosateinsatz oder Bio-Flächen sind hoch. Daher begrüßt der BNN ausdrücklich diese Initiative zum Verbot von Glyphosat und fordert eine schnelle Umsetzung“, sagte Kirsten Arp, Leiterin des BNN-Monitoring für Obst und Gemüse. 

Ländermehrheit befürwortete am 8. November auch das Verbot im Haus- und Kleingartenbereich. Nicht zuletzt, weil die Rückstände von Glyphosat in Oberflächenwassern nach wie vor hoch sind und so ein zusätzlicher Eintragsweg ins Ökosystem ausgeschlossen werden kann.

[ Artikel drucken ]

Ticker