Bio bei jungen Leuten immer beliebter
BÖLW kritisert mangelnde Förderung durch Bundesregierung
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz veröffentlichte die Ergebnisse des Öko-Barometer 2013. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Bio-Produkte besonders bei jungen Menschen unter 30 Jahren immer beliebter werden. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), kritisiert die widersprüchliche Position von Agrarministerin Ilse Aigner, die in auf die Verdienste ihres Hauses um den Ökolandbau hinweist.
Die Ministerin sagt in einer Pressemitteilung zum Ökobarometer 2013, dass sie den Ländern höhere Fördersätze vorgegeben habe, damit mehr Bio-Betriebe gewonnen werden können. „Aigners Politik ist mehr als widersprüchlich. Während sie höhere Fördersätze für mehr Öko-Bauern vorschlägt, nimmt sie eine deutliche Kürzung der dafür benötigten Mittel in Kauf“, erklärt Löwenstein.
Er verweist darauf, dass die Mittel für des ländlichen Raumes und die Agrarumweltprogramme (zweite Säule) in den EU-Budgetverhandlungen deutlich verringert wurden. Gleichzeitig hat die Europäische Union den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eröffnet, diesen Verlust durch Umschichtung von bis zu 15 Prozent der Mittel aus der Ersten Säule (Direktzahlungen) in die Zweite Säule auszugleichen. Nur so könnten die Länder zukünftig höhere und vor allem stabile Fördersätze realisieren, um mehr Bauern den Anreiz für einen dauerhaften Umstieg zum Ökolandbau zu geben.
„Frau Aigner sperrt sich gegen diese Umschichtung. Wie aber mit weniger Geld im Fördertopf mehr Geld für die Ausweitung des Ökolandbaus zur Verfügung stehen soll, bleibt ihr Geheimnis. Die Politik ihres Hauses zielt nicht auf die Stärkung des Ökolandbaus. Sie verschlechtert die Situation des Ökolandbaus“, kritisiert Löwenstein. Während das Handelsvolumen mit Bio- Produkten die vergangenen vier Jahren um 21 Prozent zulegte, wuchs die Fläche der deutschen Öko-Äcker deutlich langsamer um nur zehn Prozent.







