Fairer Handel macht sich bezahlt
Franziska van Almsick, Schirmherrin der "fair feels good."-Kampagne, besuchte Produzentenfamilien in
Berlin, 20. Oktober 2005. Wo vorwiegend reiche Urlauber unter Palmen ihre Ferien genießen, hat der ehemalige Schwimmstar Franziska van Almsick die andere Seite der Dominikanische Republik kennen gelernt. Als Schirmherrin der bundesweiten Informationskampagne zum Fairen Handel "fair feels good." reiste sie Mitte Oktober in den westindischen Inselstaat. Dort überzeugte sie sich persönlich vom sozialen und wirtschaftlichen Erfolg des Fairen Handels, der der armen Landbevölkerung zugute kommt.
Die Dominikanische Republik ist ein Land mit zwei Gesichtern: Auf der einen Seite ein beliebtes Touristenziel mit kilometerlangen Sandstränden und modernen Hotelkomplexen, auf der anderen Seite ein Land, das seit 2003 in der Wirtschaftskrise steckt und eine Arbeitslosenquote von knapp 20 Prozent hat. Von insgesamt 8,2 Millionen Einwohnern leben rund 5,7 Millionen unterhalb der Armutsgrenze.
Zusammen mit zwei weiteren prominenten Paten der "fair feels good."-Kampagne, der Schauspielerin Nina Petri und dem Moderator Ole Tillmann, besuchte Fransiska van Almsick Kooperativen und Produzenten in der Dominkanischen Republik. In Begleitung der örtlichen Koordinatoren des Fairen Handels machten sie sich einen Eindruck von den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzenten und Kleinbauern. "Es war beeindruckend zu sehen, wie viel der Faire Handel in den vergangenen Jahren bewegt hat. Familien, die zuvor in Holzbaracken gelebt haben, können sich dank der sozial gerechten Löhne aus dem Fairen Handel ein richtiges Haus aus Stein leisten", so die ehemalige Schwimmerin.
Ohne Bildung keine Zukunft
Zusammen mit Marike de Peña, der FairTrade-Koordinatorin der Kooperative von Bananenproduzenten "Banelino", besuchten die Prominenten unter anderem eine Schule, die mit Geldern des FairTrade-Aufschlags unterhalten wird. "Ohne Bildung hast du hier keine Zukunft", erklärte de Peña. Der Schulbesuch sei für die Kinder der einzige Ausweg aus der Kinderarbeit und dem Leben auf der Straße. Von den Geldern finanziert die Kooperative auch die Unterrichtsmaterialien und den Transport der Schüler im Alter von sechs bis 14 Jahren. "Wir kümmern uns intensiv um die Kinder, zahlen die Schulkleidung und auch ihre medizinische Versorgung", so die Koordinatorin.
Die Prominenten waren tief beeindruckt vom Engagement und Erfolg des Fairen Handels. "Wir haben in der Dominikanischen Republik miterleben können, wie die Lebensbedingungen der Menschen aus dem Mehrwert von fair gehandelten Produkten verbessert werden", so Nina Petri. "Wir können nun noch besser vermitteln, was den Fairen Handel auszeichnet und dass es sich lohnt, ein paar Cent mehr für fair gehandelte Produkte auszugeben".
Umsatz von fair gehandelten Produkten steigt
In Deutschland erfreuen sich fair gehandelte Produkte immer größerer Beliebtheit. Nach Angaben der deutschen Vergabestelle des FairTrade-Siegels TransFair e.V. ist der Umsatz mit Erzeugnissen aus Fairem Handel 2004 um 13 Prozent gestiegen. Dieser Erfolgstrend setze sich auch 2005 fort. Im ersten Halbjahr sei der Absatz mit fair gehandelten Waren sogar um 46 Prozent gewachsen. Insbesondere die Beliebtheit von Bananen, die neben dem FairTrade-Siegel auch das Bio-Siegel für ökologisch erzeugte Produkte tragen, habe zu diesem Erfolg beigetragen.
Weitere Informationen zur Kampagne, dem Fairen Handel und den Stationen der Prominenten bei ihrem Besuch in der Dominikanischen Republik sowie Bildmaterial gibt es auf der Internetseite der Infokampagne http://www.fair-feels-good.de. Über das Redaktionsbüro ist darüber hinaus Footagematerial über die Reise erhältlich.
Ansprechpartner:
Georg Abel
Bundesgeschäftsführer
Bundesverband VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.
Elsenstraße 106
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Tel: 030-53 60 73-41
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