Jubiläum
Monitoring des BNN feiert Jubiläum
Zehn Jahre Detektivarbeit im Dienste der Naturkost
2003 startete der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) eine bis heute weltweit einzigartige Kooperation, um Naturkost noch sicherer zu machen. Rund 30 Großhändler und Importeure erklärten sich bereit, an unternehmensübergreifenden und koordinierten Pestizidanalysen teilzunehmen. Seitdem haben sie mehr als 4.200 Proben ins Labor geschickt, die nach risikoorientierten Gesichtspunkten ausgewählt wurden.
Nach zehn Jahren intensiver Arbeit lässt sich feststellen: Schwachstellen wurden entdeckt und abgestellt, schwarze Schafe nachhaltig abgeschreckt und auffällige Lieferanten vom Markt ausgeschlossen. „Verbraucher sind oft überrascht, wenn sie von einem Pestizid-Monitoring im Bereich Naturkost hören. Doch wer darüber nachdenkt, dem wird klar, dass Bio-Landbau nicht unter der Glasglocke stattfindet, und es zuweilen zu Kontaminationen kommen kann“, erklärt Kirsten Arp, die die Koordinationsstelle leitet. Bei rund 96 Prozent der in den letzten zehn Jahren gezogenen Proben gab es nichts zu beanstanden.
Wichtiger Teil des Monitoring-Programms ist der BNN-Orientierungswert. Er ist ein Hilfsmittel, um Verunreinigungen von Nachweisen zu unterschieden, die auf eine gezielte Anwendung von Pestiziden oder auf Probleme in der Qualitätssicherung zurückzuführen sind. Der Orientierungswert ist verbindlich für alle BNN-Mitgliedsunternehmen. Er gilt mittlerweile de facto für alle Produkte, die im Naturkosthandel erhältlich sind. Der Orientierungswert wird somit von allen führenden Analytiklabors und von staatlichen Untersuchungsämtern genutzt.
Das BNN-Monitoring leistet auch deshalb Pionierarbeit, weil die Unternehmen die Pestiziddaten unter Nennung der Lieferantennamen austauschen. So kann belastete Ware effizient vom Naturkosthandel ferngehalten werden, was zu einem hohen Schutz vor Verbrauchertäuschung führt. Seit Juni 2012 hat der BNN zusätzlich das Trockensortiment in sein Monitoring mit aufgenommen, um die Sicherheit für die Verbraucher noch weiter zu erhöhen.







