Soziale Unternehmensverantwortung nicht ohne die Mitarbeiter
Es lohnt sich für Unternehmen, wenn Mitarbeiter ihre private Nachhaltigkeitsorientierung in den Betrieb einbinden können. Das belegen nun die Ergebnisse der Studie „LOHAS als Mitarbeiter“, die Christoph Harrach Ende Mai auf der KarmaKonsum-Konferenz in Frankfurt vorstellte.
Bei der, von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Praxisstudie unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Dr. Ulf Schrader (TU Berlin) wurden rund 2.450 Arbeitnehmer bezüglicher ihrer Erfahrungen zum Thema Nachhaltigkeit befragt. Danach möchte der überwiegende Teil, vor allem der Green Community nahe stehende Menschen, eine umweltfreundliche Einstellung auch am Arbeitsplatz einbringen.
Mit der Erfüllung dieses Wunsches steigen Zufriedenheit, das Commitment und die Bindung ans Unternehmen. Bislang klafft jedoch eine Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit – obwohl Unternehmen ihre Mitarbeiter relativ einfach in das Nachhaltigkeitsmanagement involvieren und durch ein Mitarbeiter-zentriertes CSR-Management zugleich die Glaubwürdigkeit ihrer CSR-Aktivitäten insgesamt erhöhen könnten.
Im zweiten Studienabschnitt fanden daher bei REWE, tegut und Alnatura als Praxispartner an verschiedenen Standorten entsprechende Kreativitätsworkshops mit Mitarbeitern statt. Die entstandenen konkreten Umsetzungsideen reichten von Mitarbeiteraktionstagen oder Vermeidung von Lebensmittelverschwendung am Arbeitsplatz bis zu privaten Einkaufsgemeinschaften oder dem Projekt „Mitarbeiter ohne Grenzen“, bei denen gezielt soziale Einrichtungen besucht werden.
Derzeit werden 22 Vorschläge realisiert. Anschließend soll eine erneute Befragung zeigen, ob und inwieweit sich das private und berufliche Umweltbewusstsein dadurch tatsächlich erhöht hat.
(BP)







