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Dilemma der CSU: Ist Gentechnik unchristlich?

Seehofer im Konflikt: "Ja" zur Forschung, "Nein" zum Anbau

Von Christian Schwägerl, Berlin

Horst Seehofer (CSU) hat ein Problem, das er nicht länger vor sich herschieben kann: Beim heiklen Thema Gentechnik steckt der Bundeslandwirtschaftsminister in einem kaum zu lösenden Interessenkonflikt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangt von ihm, daß deutsche Bauern und Botaniker schon im Frühjahr 2007 gentechnisch veränderte Pflanzen deutlich leichter anbauen können als heute. Das sei unerläßlich, sagt Frau Merkel, denn Gentechnik sei eine Spitzentechnologie, und Deutschlands Wohlstand hänge an Wissenschaft und Innovation.

Gregor Maria Hanke, der Abt des oberpfälzischen Benediktinerklosters Plankstetten, sieht das ganz anders. Er ist ein langjähriger Vertrauter Seehofers und ein strikter Gegner jeder Gentechnik. Seine Losung lautet: "Pfuscht dem Herrgott nicht ins Handwerk!" Der Abt steht einem florierenden Agrarbetrieb vor, und wie in vielen anderen Klöstern auch, wird in Plankstetten biologisch gewirtschaftet. Demnächst steigt Abt Gregor die kirchliche Karriereleiter hinauf: Papst Benedikt hat ihn Anfang Oktober zum künftigen Bischof des Bistums Eichstätt ernannt.

Der Saal tobte

Im Februar war Horst Seehofer bei Abt Gregor zu Gast. Im Saal....

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