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Chance für kleine Bio-Hersteller

Messe in der Arena Berlin mit neuem Konzept

Auf der  Bio Messe Berlin am Wochenende auf dem Gelände der Arena im Stadtteil Berlin-Treptow hatte die Branche die Möglichkeit, ihre ökologischen Produkte auf einer vertriebsoffenen Messe dem ost- und mitteldeutschen Publikum zu präsentieren. Über 140 Aussteller begrüßten am Samstag und Sonntag mehr als 1.200 interessierten Fachleute an ihren Ständen begrüßen.

Die Veranstalter Jiro Nitsch und Benjamin Richter waren am Sonntagabend erschöpft und zufrieden. Die erste Bio Messe Berlin bekam von den Ausstellern und Fachbesuchern viel Lob für das innovative Konzept, das spannende Rahmenprogramm, die freundliche Betreuung und die professionelle Umsetzung der Premiere. Ein Aussteller bemängelte schwer zugängliche Parkmöglichkeiten und die nicht mehr auf dem neuesten Stand befindlichen sanitären Anlagen.

Ein wichtiger Ansatz der Veranstalter wurde in der ersten Messe-Ausgabe bereits deutlich: Sie platzierten und präsentieren insbesondere innovative, kleinere und regionale Unternehmen in einem sehr attraktiven und unkoventionellen Umfeld. Kein Wunder, dass ein besonders reger Zulauf zu verzeichnen war an Ständen wie Manufaktur von Blythen, Mammas & Pappas, Miriam Kebe oder dem Zusammenschluss Standpunkt Extraklasse mit ausgewählten Premium-Wein- und Feinkostprodukten. Wer neue Lieferwege nach Berlin öffnen will, hatte auf dieser Messe die Chance, ausgetretene Pfade zu öffnen.

Erfolgreich war die Podiumsdiskussion mit Hendrik Haase, Jörg Große-Lochtmann, Prof. Carola Strassner und anderen sowie die vegane Verkostung von Franziska Schmidt und Nicole Just. Ein Highlight am zweiten Messetag war das Messe Reste Essen, das mit großem Enthusiasmus und vielen Helfern von wurstsack.com, dem Youth Food Movemen, Agentur Projekt Umdenken und Esst Missfits umgesetzt wurde. Als sympathischer und neugieriger Moderator fungierte der Regisseur Valentin Thurn, der den Film Taste the waste in die Kinos brachte. Die Lebensmittelreste der Messe wurden weiterverarbeitet und dem Team, Ausstellern und Gästen gereicht. Das Projekt hat Aufmerksamkeit auf das Thema Lebensmittelverschwendung gelenkt.

„Wir können klar erkennen, dass innovative, regionale und qualitativ hochwertige Produkte sich auf unserer Messe durchsetzen und Fachbesucher begeistern, die mehr als nur Bio suchen. Das Potential für kleine, regionale und europaweit einzigartige und herausragende Produzenten ist auf der Bio Messe Berlin besonders groß. Auf den bestehenden Fachmessen in Deutschland gehen kleine Hersteller meistens unter,“ erklärten die Veranstalter Richter und Nitsch nach der Messe.

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