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Bio-Innung als Interessenvertretung

Initiative war auf der BioFach in Nürnberg präsent


Die Bio-Innung stellte sich erstmals auf der BioFach mit einem eigenen Stand vor. 28 Betriebe aus  der Metropolregion Nürnberg mit 470 Beschäftigen repräsentieren einen Umsatz von 108 Millionen Euro. Unternehmen aus den Bereichen Handel, Lebensmittelhandwerk, Dienstleistungen und Naturwaren sind vertreten. Initiator war Öko-Event-Veranstalter Hubert Rottner. Die Initiative ist bisher einmalig und auf Multiplikation angelegt.

„Wir haben eine Bio-Konferenz in Nürnberg veranstaltet. 800 Betriebe waren eingeladen und 120 sind gekommen. Da haben wir festgestellt, dass jeder vor sich hinarbeitet“, erzählt Rottner. 28 haben die Konsequenz daraus gezogen und sich zusammengeschlossen, um die Interessen der Bio-Betriebe zu vertreten. „Die Bio-Innung ist das Sprachrohr gegenüber Stadt, der IHK usw.“, erläutert Rottner. Der Ex-Biofachbetreiber bildet mit Tanja Dworschak vom Bioland-Kräutergut und O+G-Großhändler Roy Zylka den Vorstand.

Jeden Monat treffen sich die Mitglieder zum Stammtisch, um Erfahrungen auszutauschen und sich eine Meinung zu bilden. Ein Teil der Unternehmen ist überregional bekannt wie Neumarkter Lammsbräu, Eisblümerl,  Naturkostgroßhändler Ökoring oder Feinkostgroßhandel Gerald Bartke. Andere wie die Metzgerei Prosiegel und die Ökokiste Hutzelhof arbeiten naturgemäß eher lokal. Dennoch kann ein Messeauftritt sinnvoll sein. Der Metzgermeister hat ein vegetarisches Produkt aus Quark entwickelt und vorgestellt. Das Potenzial des Produktes wird auf der BioFach deutlicher als in einer Metzgerei, in der niemand Vegetarisches erwartet. 

Der Naturholzschreiner Martins Scheune fühlt sich in der Bio-Innung besser aufgehoben als in der Schreiner-Innung. Die ökologische Druckerei Druckwerk steht ebenfalls auf der Mitgliederliste.

Zwölf der 28 Mitglieder der  Bio-Innung waren auf der Biofach vertreten, neun beteiligten sich am Gemeinschaftsstand. Die Bio-Innung testete dabei auch die Idee. „Die Resonanz war gut, es haben viele Unternehmen Interesse gezeigt. Eine Ausweitung auf andere Bundesländer  ist für uns denkbar“, resümiert Rottner. Von Nürnberg ausgehend sollen Bio-Innungen in ganz Deutschland entstehen. Das ist die Vision der Pioniere dieser Pilot-Initiative.
AG

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