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Im Bio-Boom liegt eine große Chance

Landesregierung in Stuttgart unterstützt Regionalität bei Bio

„Die Bio-Branche kann selbstbewusst in die Zukunft schauen: Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt rasant an, und die Bio-Landwirte in Baden-Württemberg können mit bester Qualität aufwarten“, sagte der Minister für Ländlichen Raum, Alexander Bonde, bei seinem Besuch auf der BioFach in Nürnberg.

83 Prozent der Verbraucher in Baden-Württemberg würden gerne heimische Bioprodukte kaufen. Allerdings könne die Nachfrage der Baden-Württemberger nach Bio-Produkten derzeit bei weitem nicht alleine aus dem Land bedient werden, wie Minister Bonde ausführte.
„Besonders freut mich, dass auch der Deutsche Bauernverband die Chancen und Bedeutung des Biolandbaus erkannt hat“, lobte Bonde. Bauernpräsident Gerd Sonnleitner hatte zuvor in Nürnberg mehr Anbau-Flächen für Bio-Bauern in Deutschland gefordert. Bonde begrüßte zudem, dass Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) im Vorfeld der BioFach die deutschen Bauern zu einem stärkeren Engagement im wachsenden Geschäft mit Bio-Produkten aufgerufen hat.

„Die Ministerin macht es sich aber entschieden zu leicht, wenn sie den Ball hier einfach an die Länder weiterspielt und diese zu einer höheren Förderung des Öko-Landbaus auffordert“, kritisierte der baden-württembergische Ressortchef. In einem aktuellen Ranking des Bundesverbandes der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) zur Fördersituation in den Bundesländern stehe Baden-Württemberg an zweiter Stelle.

Zu Aigners Aussagen passe  nicht, dass die Bundesregierung gleichzeitig die Gesamtmittel für die Gemeinschaftsaufgabe (GAK) zusammengestrichen habe. In der Folge stünden in Baden-Württemberg im Jahr 2012 insgesamt 15 Millionen Euro weniger Mittel beispielsweise für die Investitionsförderung von ökologisch wie auch konventionell wirtschaftenden Betrieben zur Verfügung. „Der Bund macht es uns Ländern also möglichst schwer, Aigners Appellen nachzukommen. Allen schwarz-gelben Störmanövern zum Trotz bekennt sich Grün-Rot in Baden-Württemberg zur Förderung des ökologischen Landbaus“, betonte der Minister. 

Auf der BioFach in Nürnberg präsentieren sich mehr als 120 baden-württembergische Unternehmen und Organisationen. In Zusammenarbeit mit der MBW Marketinggesellschaft präsentierten sich auf der Messe auch acht Unternehmen der baden-württembergischen Ernährungswirtschaft mit einem Gemeinschaftsstand.

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