Keine politische Einigung in Durban
Klimaschutz findet in den Unternehmen statt
Bad Brückenau, 13.12.2011 | Vom 28. November bis zum 11. Dezember 2011 fand im südafrikanischen Durban die UN-Klimakonferenz statt. Trotz der bekannten dramatischen Folgen des Klimawandels für die gesamte Menschheit und der dringend notwendigen Senkung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase gab es keine verbindliche Erklärung der Hauptverursacherländer.
Wenn schon die zunehmenden Wetterextreme an sich zu keiner Einigung führen, dann sollten doch wenigstens die drohenden Schadensaufwendungen einen ausreichenden Appell an die Vernunft bewirken, denn nachsorgender "Klimaschutz" kann teuer werden.
Lösungen, die nicht politisch erzielt werden können, müssen von einer Basis kommen, von der aus wirklich etwas bewegt werden kann - aus den Unternehmen. Sie sind es, die Maßstäbe setzen und Andere zum Mitgehen bewegen.
Aufruf an die Unternehmen
Die AoeL ruft zum vorsorgenden Klimaschutz in den Unternehmen auf und AoeL-Mitglieder gehen mit gutem Beispiel voran. Die Meyermühle in Landshut: Sie ist im Jahr 2010 als erste Mühle Deutschlands mit dem Zertifikat CO2-neutrale Produktion von der Umweltgutachter-Organisation INTECHNICA CERT ausgezeichnet worden. Mit der Auszeichnung rückte das Unternehmen seinem erklärten Ziel einen Schritt näher. Vision ist eine CO2-neutrale Produktion für die gesamte Wertschöpfungskette vom Landwirt bis hin zum Bäcker.
Die Berliner Bäckerei Märkisches Landbrot ist Vorreiter, wenn es um die Bilanzierung von CO2-Emissionen geht. Als erstes Unternehmen in Europa erstellen und veröffentlichen sie seit 2010 einen Product Carbon Footprint (PCF) für alle eigenen Backwaren. "Dies ist ein wichtiger Ansatz, um die einzelnen Emissionsquellen im Betrieb zu analysieren und Verbesserungen vorzunehmen", so Christoph Deinert, Geschäftsführer und Umweltbeauftragter des Betriebs. Bis 2020 soll komplett emissionsfrei produziert werden.
Bei der Firma HiPP werden über 90 Prozent der im Stammwerk Pfaffenhofen eingesetzten Energien aus regenerativen Quellen gewonnen. Seit 2001 deckt das HiPP-Werk den gesamten Wärme-, Warmwasser- und Dampfbedarf durch Biomasse (Holzhackschnitzel) ab. Auch der eingesetzte "Grüne Strom" aus Wasserkraftwerken wird zu 100 Prozent CO2-neutral produziert - ohne Atomkraft. Zusätzlich realisierte der Babynahrungshersteller auf dem Werksgelände Solarprojekte und einen erweiterten Vollwärmeschutz an den Gebäuden. Für den vorbildlichen Einsatz von regenerativen Energien wurde HiPP mit dem Deutschen Solarpreis 2011 ausgezeichnet.
Viele Unternehmen können viel bewegen - jedes mit seinen eigenen Ideen und Ansätzen, aber alle mit dem erklärten Willen, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen! Vernünftige Vorsorge statt kostenintensive Nachsorge.







