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Ausmaß des Bio-Betrugs noch unklar

Wahrscheinlich gingen Raps und Soja nach Deutschland

Wieviel falsche Bio-Ware in dem Betrugsfall aus Italien nach Deutschland geliefert wurde, ist noch nicht völlig klar, wie das Bundesernährungsministerium in Berlin mitteilte. Nach dem aktuellen Kenntnisstand geht Ministerin Ilse Aigner von einer mittleren dreistelligen Tonnage aus. Rund 500 Tonnen hatte bereits die italienische Polizei gemeldet. Es soll sich um Futtermittel wie Raps und Soja gehandelt haben.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Bonn steht im Fall des Bio-Betrugs mit den italienischen Landwirtschaftsministerium in Kontakt. Erste Infos über Empfänger-Unternehmen in Deutschland liegen vor. Die BLE hat die Behörden der Bundesländer informiert. Abschließende Daten gibt es noch nicht.

Als gravierend wird in Berlin eingestuft, dass eine Kontrollstelle in den Betrug verwickelt sein soll. Auf Initiative Deutschlands wird die Problematik am 19./20. Dezember auf die Tagesordnung des Ständigen Ausschusses für den Öko-Landbau in Brüssel gesetzt. Durch den Vorfall in Italien sieht sich das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz einmal mehr in seiner Forderung bestätigt, höhere Anforderungen an die Zulassung von Öko-Kontrollstellen zu stellen.

Die Ministerin forderte eine rasche Aufklärung: „Schließlich steht das Vertrauen in Bio-Produkte auf dem Spiel, das höchste Gut einer Branche, die in Europa Tag für Tag gesunde biologische Produkte von hoher Qualität produziert“.

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