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Dänische Regierung plant 60 Prozent Bio-Lebensmittel in den öffentlichen Küchen

Organic Denmark: Beweis für Vertrauen in Qualität und Leistungsfähigkeit ökologischer Landwirtschaft

Åbyhøj/Dänemark– 6. Dezember 2011. In den Küchen dänischer Schulen und Kindergärten, Krankenhäuser und  Pflegeheimen sollen in Zukunft 60 Prozent der Lebensmittel bei der Zubereitung der Mahlzeiten aus ökologischer Produktion kommen. Dieses Ziel ist im Haushaltsgesetz der neuen Koalitionsregierung in Dänemark festgeschrieben, das im kommenden Jahr in Kraft tritt. Rund eine halbe Million Essen werden täglich in öffentlichen Einrichtungen, zu denen auch Kantinen in Rathäusern und Behörden gehören, zubereitet.

Der Dachverband für ökologische Lebensmittel in Dänemark, Organic Denmark, sieht darin einen Vertrauensbeweis hinsichtlich Qualität und Leistungsfähigkeit der dänischen Bio-Bauern. „Bio-Lebensmittel sind gut für den Menschen und für die Umwelt“, sagt Paul Holmbeck, Direktor von Organic Denmark. „Mit einem stärkeren Einsatz von Lebensmitteln aus ökologischer Produktion in öffentlichen Küchen unterstützt die Regierung die Gesundheit ihrer Bürger, die ökologische Landwirtschaft und sichert gleichzeitig den Erhalt unser Natur und sauberes Trinkwasser.“

Die Umstellung der öffentlichen Küchen auf Bio-Lebensmittel werde eine deutliche Steigerung bei der Umstellung von Landwirtschaftsflächen von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft haben. Derzeit werden 7 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen in Dänemark ökologisch bewirtschaftet. Im dänischen Einzelhandel verzeichnet Organic Denmark seit Jahren Zuwachsraten im Umsatz. Für 2011 wird mit einer Steigerung von 6 bis 10 Prozent, inklusive Gastronomie, Lieferdienste und Hofläden gerechnet.

Die neuen Regelungen stellen auch die Küchen der öffentlichen Einrichtungen vor neue Anforderungen mit Blick auf Lagerung und Zubereitung der Lebensmittel. Das Haushaltsgesetz sieht deshalb eine finanzielle Unterstützung für die Umstellung der Küchen vor. „Die Erfahrungen zeigen aber, dass es nicht teurer sein muss, Bio-Lebensmittel statt konventioneller Lebensmittel einzusetzen. Weniger Abfall, ein stärkerer Einsatz von Lebensmitteln aus der Saison und mehr Gemüse statt Fleisch halten die Kosten neutral“, sagt Paul Holmbeck.

Bereits jetzt legen viele Kommunen großen Wert auf Bio-Lebensmittel in den öffentlichen Küchen. In den Kopenhagener Kindergärten zum Beispiel werden für die Mahlzeiten mindestens 75 Prozent ökologische Lebensmittel verarbeitet.


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