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Bio-Bauer sucht Nachfolger

Externe Beratung hilft juristisch und wirtschaftlich

Klarheit, Zuversicht, Kontakte und Inspiration waren im Gepäck der Teilnehmer zum Abschluss einer Veranstaltung zur Hofnachfolge. In Görlitz fand im Rahmen des deutsch polnischen Projektes Ökologisch Handeln ein Workshop zur Problemstellung Unternehmensnachfolge im landwirtschaftlichen Betrieb statt.

Christian Vieth, Experte zum Thema Hofnachfolge gab den Teilnehmern vielfältige Impulse. Unter den Gästen befanden sich viele motivierte Landwirte,die den Einstieg in die ökologische Landwirtschaft suchen, aber keinen Hof besitzen. Keine Einzelfälle, wie der Gründer der Plattform hofgründer.de Christian Vieth zu berichten weiß: „Es verdeutlich nur einmal mehr die Notwendigkeit einer Kommunikationsschnittstelle zwischen Hofsucher und Hofabgeber."

Im binationalen Austausch wurde deutlich, dass das Halten, insbesondere von kleineren Höfen, keine auf Deutschland beschränkte Aufgabe ist, sondern vielmehr ein europaweites Problem darstellt. Folgenschwer hierbei ist der Umstand, dass jahrelang ökologisch bewirtschaftete Flächen durch das Fehlen einer Hofnachfolge häufig in konventionelle Strukturen mit eingegliedert werden.

Ein gesellschaftlicher Verlust, der keine unausweichliche Konsequenz ist. „Um diesem Verlauf entgegen zu wirken, ist es angezeigt, sich früh mit dem Thema der Hofnachfolge auseinander zu setzen. Dies ermöglicht eine schrittweise Hofübergabe, um anstehenden Veränderungen auch ihre notwendige Entwicklungszeit einzuräumen“, stellt Vieth klar.

Die Erfahrung hat ebenfalls gezeigt, dass eine Begleitung des Hofübergabeprozesses seitens eines außenstehenden Beraters, der Hofabgeber und Hofübernehmer juristisch und wirtschaftlich berät, für eine Übergabe und den Fortbestand des Betriebes von hoher Bedeutung ist. Ein gelungenes Beispiel für eine innerfamiliäre Hofübernahme veranschaulichte Oliver Barth Hofnachfolger des Gäa-Betriebes Biohof Barth GbR aus Torgau/Sachsen.

Das Projekt Ökologisch Handeln sieht von 2011 bis 2013 eine Reihe von Veranstaltungen für polnische und sächsische Unternehmen, Multiplikatoren und angegliederte Organisationen der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft im gemeinsamen Grenzgebiet von Sachsen und Niederschlesien vor. Das Hauptziel des Projektes ist eine grenzüberschreitende Vernetzung der Akteure des Ökolandbaus in der Region.

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