Neuheiten: Vom 2.0-Weihnachtsmann bis zum Pangasius-Fischstäbchen
Für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft hatte EcoFinia mit der Schokoladen-Marke iChoc das auffälligste Angebot auf der BioNord: einen souligen Schokoladen-Weihnachtsmann, der vor allem jüngere Konsumenten ansprechen soll. Zur Werbeaktion des Herstellers gehört ein Casting, bei dem es darum geht, das Weihnachtslied Jingle Bells neu zu interpretieren.
Das Weihnachtsgeschäft stand auch bei der Bio-Marke Linea natura von Continental Bakeries im Vordergrund. Dort präsentierte Frank Szeleschus, zuständig für Marketing und Vertrieb, einen 400 Gramm schweren Honigkuchen zum Verkaufspreis von 2,69 Euro. Möglich sei dieser vergleichsweise sensationell niedrige Preis durch die langen Backstraßen des Unternehmens. Aus dem Rahmen fielen auch eckige Printen mit Organgengeschmack, die ebenfalls neu im Sortiment sind.
Eher im oberen Preissegment sind die neuen Pangasius-Fischstäbchen von Ökoland angesiedelt. Die 250-Gramm Packung mit zehn Stück soll zum Preis von 5,99 Euro im Laden angeboten werden. Die Ware stammt aus der bislang einzigen Bio-Pangasius-Zuchtanlage, die der Partner Deutsche See betreiben lässt. Bio-Pagasius-Fischstäbchen gibt es exklusiv im Naturkostfachhandel. Verkaufsberaterin Marlene Hansen ver- spricht 100 Prozent Bio-Qualität mit hervorragendem Geschmack. Wer es lieber vegetarisch mag, kann auf die neuen Falafel-Taler von Ökoland zurückgreifen.
Besonders exotisch ging es bei Vodoo food zu, dem Anbieter von Gewürzen für die afrikanische Bio-Küche. „Sinnlich – geheimnisvoll – verzaubernd“ lautet der Claim, der neugierig auf die Kreationen des Schwarzafrikaners Dodo Liadé macht, der in Göttingen studiert hat. Gewürze sind für ihn Genuss- und Heilmittel. Für alle, die nach Rezepten seiner Heimat kochen wollen, hat er ein Buch über die afrikanische Küche geschrieben.
Exotisch ist zweifellos auch der neue Stevia-Joghurt der Andechser Molkerei Scheitz. Nach einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichts sind die Sorten Orange-Sanddorn und Maracuja-Banane, die mit der lebensmittelrechtlich umstrittenen Zutat Stevia rabaudiana bertoni (Honigblatt) gesüßt wurden, für den Verkauf freigegeben. Stevia hat nach Auskunft am Andechser-Stand gegenüber Zucker den Vorteil, weder Karies zu erzeugen und noch dick zu machen.
Klassisch geht es dagegen bei Bruno Fischer zu: Ab November soll eine neue Streichcreme-Serie auf den Markt kommen, die schon mal probiert werden konnte. Natur pur, Getrocknete Tomate und Milde Paprika heißen drei der neuen gluten- und hefefreien Brotaufstriche. Nicht durchgesetzt haben sich die erst vor kurzem eingeführten Convenience-Bratkartoffeln aus der Tüte, die nach Auskunft am Stand hervorragend für Aufläufe geeignet seien. Sie sollen voraussichtlich wieder vom Markt genommen werden.
Einen Einblick in seine Arbeit gab der Frische-Importeur BioTropic, der Naturkostgroßhändler wie Terra, Grell, Elkershausen und Naturkost West mit Früchten aus aller Welt versorgt. Damit Bio-Mangos zu jeder Jahreszeit im Einzelhandel angeboten werden können, sind der Reihe nach Verhandlungen mit Produzenten in folgenden Importländern zu führen: Spanien, Brasilien, Equador, Peru, Mali, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Senegal und Israel. Roland Vianen, Betriebsleiter in Holland, gab noch einen Praxistipp, wie man den Nachreifeprozess einer Mango beschleunigen kann: Zwei bis drei Tage in eine Plastiktüte mit zwei Bananen und einem Apfel stecken.
Horst Fiedler







