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Blauer Engel nun auch für Lebensmittel?

Studie zum EU-Umweltzeichen "Ecolabel" abgeschlossen - wo bleibt die Veröffentlichung der Ergebnisse

Bad Brückenau, 20.10.2011. Die Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission sieht vor,  das europäische Umweltzeichen "Ecolabel" (VO Nr. 66/2010) - in Deutschland als "Blauer Engel" bekannt - auch für Lebensmittel zu vergeben.

"Eine Öffnung eines für Lebensmittel nicht differenzierten Ökolabels wäre nicht nur rechtlich äußerst heikel, da die Begriffe "Eco, Öko, Bio" durch die EU-Ökoverordnung für Lebensmittel geschützt sind, sondern würde auch zu großer Verwirrung unter den Verbrauchern führen und damit den Ökoverarbeitern beträchtlich schaden", so Alexander Beck, geschäftsführender Vorstand der AoeL. 

Die Gefahr der Verbraucherverwirrung wurde auch von der Kommission erkannt. Daher legte sie bereits in der Verordnung die Erstellung einer Studie fest. Diese soll als Grundlage für die Entscheidung über eine Vergabe des Ecolabels für Lebensmittel dienen. Zudem wurde die Möglichkeit erwogen, das Ecolabel nur zertifizierten ökologischen Erzeugnissen zu verleihen.

Diese Studie ist seit Sommer 2011 abgeschlossen, aber ihre Ergebnisse sind noch immer nicht öffentlich. Die Entscheidung für oder gegen eine Öffnung des Geltungsbereichs des EU-Umweltzeichens soll aber bereits im Februar 2012 getroffen werden. Nun laufen in Deutschland sowie anderen EU-Mitgliedsstaaten die Diskussionen.

Deshalb fordert die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller AoeL die sofortige Veröffentlichung der Studie, um die Diskussion transparent zu halten. Die Verhandlungen dürfen nicht hinter geschlossenen Türen geführt werden. Sie müssen öffentlich stattfinden.
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