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Öko ist zukunftsorientiert

Hessische Landwirtschaftsministerin besucht Demeter-Betrieb

„Der Ökolandbau ist zukunftsorientiert“, sagte Hessens Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich auf dem Demeter-Betrieb der Gemeinschaft Altenschlirf in Herbstein im Vogelsberg. Als engagierter Betrieb für ökologischen Landbau und für ihr soziales Engagement wurde die Gemeinschaft Altenschlirf auf dem Hessentag 2011 in Oberursel auf Empfehlung einer Jury mit einer Staatsehrenplakette in Silber ausgezeichnet.

Den Besuch in Herbstein nutzte Puttrich auch, um eine neue Broschüre des Landes über Forschung und Ausbildung im Ökolandbau vorzustellen. Die neue Broschüre informiert über Ausbildungsmöglichkeiten in der ökologischen Erzeugung und Verarbeitung aber auch über Forschungs- und Beratungseinrichtungen in Hessen. Neben der Gemeinschaft Altenschlirf sind auch die private Fachschule des Dottenfelder Hofes, die Bingenheimer Saatzucht, Bio-Caterer und Ökowinzer mit dabei.

Der sozialen Landwirtschaft wurde ein ganzes Kapitel gewidmet. Auch der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen mit seinem Beratungsteam, die hessischen Hochschulen in Witzenhausen, Gießen und Geisenheim und die Naturschutzakademie Wetzlar mit dem Freiwilligen Ökologischen Jahr und Bundesfreiwilligendienst wurden aufgenommen. Und natürlich darf die staatliche Ökokontrolle durch das Regierungspräsidium Gießen nicht fehlen. Diese dritte Informationsbroschüre, die das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Ökolandbau vorstellt folgt auf die von 2007 zur Beratung und die von 2009 über den Ökomarkt in Hessen.

„Ökologischer Landbau hat einen ganzheitlichen, nachhaltigen Ansatz. Er findet immer mehr öffentliche Anerkennung und private Nachfrage und schafft ein großes, vielfältiges Angebot. Ökologischer Landbau ist auch emissionsarm, Ressourcen schonend, CO2-bindend, angewandter Artenschutz, Vorbild in der Entwicklungshilfe und bei aller Subjektivität, die Produkte kommen geschmacklich gut an“, betonte Puttrich.  Für Betriebe wie die Gemeinschaft Altenschlirf stehen zudem die Arbeitsplatzfunktion im ländlichen Raum, Ausbildung und soziales Engagement im Vordergrund.

Die Gemeinschaft Altenschlirf umfasst drei Betriebsstandorte mit zwölf Werkstätten, in denen 120 Menschen mit Hilfebedarf betreut werden, davon zehn in der Landwirtschaft. „Für die hilfebedürftigen Menschen bietet die Landwirtschaft unterstützende Tages- und Jahresrhythmen, sowie meist die Nähe zum Tier, Identifikation, Überschaubarkeit und körperliche Auslastung als therapeutische Hilfe“, unterstrich die Landwirtschaftsministerin.

„Zur Unterstützung einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, umweltschonenden, tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft gibt es in Hessen das Agrarinvestitionsprogramm. Hieraus können investive Maßnahmen in landwirtschaftlichen Unternehmen gefördert werden, die insbesondere zur Stabilisierung und Verbesserung der landwirtschaftlichen Einkommen und zur Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Produktionsbedingungen beitragen“, hob die Ministerin hervor.

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